Steinmeier appelliert an Maß und Vernunft im Wahlkampf

  • Er habe Sorge, dass der Wahlkampf eine Schlammschlacht werden könnte, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ZDF-„Sommerinterview“.
  • Auf die nächste Bundesregierung sieht er große Herausforderungen zukommen.
  • Er glaube, das Ausmaß von Klimawandel, Digitalisierung und Pandemie-Folgen werde noch unterschätzt.
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Berlin. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Parteien im Bundestagswahlkampf zu „Maß und Vernunft“ aufgerufen. Er wisse, dass das Klima in Wahlkämpfen rauer sei als außerhalb von Wahlkämpfen, sagte er am Sonntag im ZDF-„Sommerinterview“ auf die Frage, ob man auf dem Weg in eine Schlammschlacht im Wahlkampf sei.

„Ich habe Sorge, dass es eine Schlammschlacht werden könnte. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt, glaube ich, ist es noch nicht der Punkt, an dem der Bundespräsident öffentlich mahnen muss.“

Auf Nachfrage, ob er das tun würde, sagte Steinmeier. „Das, glaube ich, wissen die Menschen von mir.“ Er habe oft genug gesagt, dass eine Voraussetzung funktionierender Demokratie sei, „dass man Maß und Vernunft walten lässt, und das gilt auch in Wahlkämpfen“.

Die Parteien seien immer wieder daran zu erinnern, dass in der auf Koalitionen angewiesenen deutschen Demokratie bei jedem Wort und Satz daran gedacht werden müsse, dass man möglicherweise hinterher wieder gemeinsam am Tisch sitzen und gemeinsam Verantwortung tragen müsse, sagte Steinmeier.

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Steinmeier sieht viele Herausforderungen

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Die künftige Bundesregierung hat nach Ansicht des Bundespräsidenten große Herausforderungen vor sich. Mit Blick auf die Pandemie-Folgen, den Klimawandel und die Digitalisierung sagte Steinmeier, „dass da etwas auf uns zukommt, von dem ich fest überzeugt bin, dass wir es alle miteinander gegenwärtig noch unterschätzen“.

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Wenn man Klimaneutralität als oberstes Ziel in Aussicht nehme, gehe das an keinem Bereich der Gesellschaft vorbei. „Da ist viel Mut erforderlich für diejenigen, die nach dem September Regierungsverantwortung übernehmen.“

RND/dpa

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