Noch höhere Krankenkassenbeiträge?

AOK-Chefin warnt: „Lauterbach muss verstehen: Die Kassen sind leer“

Laut «Finanztest» gehört AOK Plus zu den Krankenkassen, die 2019 eine Senkung ihrer Zusatzbeiträge planen.

Die AOK fürchtet steigende Kassenbeiträge in Folge der Inflation.

Berlin. Der AOK-Bundesverband hat davor gewarnt, dass die Beiträge für die gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr noch stärker steigen könnten als bislang geplant. „Wir haben eine fragile Situation“, sagte die Vorsitzende Carola Reimann dem „Handelsblatt“. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) müsse verstehen, dass die Kassen leer seien.

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„Lauterbach muss verstehen: Die Kassen sind leer.“

Carola Reimann,

Vorsitzende des AOK-Bundesverbands

Schon jetzt machten sich die höheren Energiepreise und die Inflation im Gesundheitssystem bemerkbar. Sollte das Defizit noch größer ausfallen als erwartet, würde die geplante Erhöhung nicht ausreichen. „Die Beiträge müssten dann im kommenden Jahr noch stärker steigen als von Lauterbach geplant, trotz aller Maßnahmen“, sagte Reimann.

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AOK-Chefin: Kein Spielraum für weitere Ausgaben

Ende Juni hatte Lauterbach bekannt gegeben, dass die durchschnittlichen Zusatzbeiträge für die gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr um 0,3 Prozentpunkte steigen sollen. Die Beitragserhöhung soll Teil einer Struktur- und Finanzreform sein, mit der die Bundesregierung das Defizit von 17 Milliarden Euro in der GKV im kommenden Jahr decken will.

Lauterbach kündigt Erhöhung des Krankenkassenbeitrags an

Auf die über 57 Millionen Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kommt 2023 ein deutlich höherer Beitrag zu.

Schon jetzt gebe es keinen Spielraum für weitere Ausgaben, sagte Reimann. „Auch für die vielen gut gemeinten Absichten im Koalitionsvertrag sind die Kassen leer.“ Das betreffe etwa mehr Geld für Pflegepersonal im Krankenhaus, die Herausnahme der Kinder- und Jugendmedizin sowie Geburtshilfe aus dem Fallpauschalensystem und die Übernahme der medizinischen Behandlungspflege für Bewohner in Pflegeheimen.

RND/dpa

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