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Städte wollen gefährdete Afghanen aufnehmen - Kritik an „politischem Versagen“ des Bundes

  • Burkhard Jung (SPD), Präsident des Deutschen Städtetags, hat gesagt, dass deutsche Städte mehr gefährdete Afghanen aufnehmen wollen.
  • Man wolle Verantwortung insbesondere für die Ortskräfte der Bundeswehr übernehmen.
  • Jung kritisierte außerdem von „politisches Versagen“ der Staatengemeinschaft und des Bundes.
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Heidelberg. Die deutschen Städte wollen afghanischen Ortskräften und deren Familien sowie weiteren schutzbedürftigen Menschen einen sicheren Hafen bieten.

„Wir wollen damit ein Zeichen von Menschlichkeit setzen und Verantwortung übernehmen“, sagte der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung (SPD), am Dienstag nach einer Präsidiumssitzung des kommunalen Spitzenverbandes in Heidelberg.

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Deutsche Helfer sehen kaum noch Chancen für Ortskräfte in Afghanistan
3:02 min
Das Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte hat wenig Hoffnung, die ehemaligen Helfer der deutschen Truppen noch aus Kabul rauszuschaffen.  © RND
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Viele der jetzt verfolgten Menschen haben sich nach den Worten des Leipziger Oberbürgermeisters in den vergangenen Jahren für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit eingesetzt und befinden sich auch wegen der Zusammenarbeit mit deutschen Stellen in Gefahr. Zudem stehe das Land nach der Machtübernahme der Taliban vor einer humanitären Katastrophe. Diese Entwicklung völlig unterschätzt zu haben, sei politisches Versagen der Staatengemeinschaft und der Bundesregierung.

Viele Städte hätten Bund und Länder aufgefordert, großzügige und unbürokratische Aufnahmeprogramme für schutzbedürftige Menschen aus Afghanistan zu entwickeln.

Derzeit warten noch viele Afghanen, vor allem Ortskräfte und ihre Familien, darauf, nach Deutschland kommen zu können. Bis auf wenige Charterflüge wird der Flughafen Kabul aber weiterhin nicht angeflogen.

Der Landweg über Nachbarländer ist nicht nur potenziell gefährlich, sondern meist auch viel zu teuer. Wenn dorthin dennoch Flüchtlinge gelangten, müssten diese Staaten bei deren Versorgung stärker von Deutschland unterstützt werden, forderte Jung.

RND/dpa

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