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Srebrenica-Völkermord: Serbiens Ex-General Mladic will Freispruch

  • 2017 war der serbische Ex-General Ratko Mladic wegen schlimmster Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
  • Der Mitverantwortliche für den Völkermord von Srebrenica ging in Berufung, doch zweimal wurde der Prozess verschoben.
  • Nun wollen seine Verteidiger einen Freispruch erwirken.
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Den Haag. Der serbische Ex-General Ratko Mladic, einer der Hauptverantwortlichen für den Völkermord von Srebrenica, will vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal die Aufhebung seiner lebenslangen Haftstrafe erreichen. Im Berufungsverfahren forderten seine Verteidiger am Dienstag Freispruch. Der 77 Jahre alte Mladic war wegen schlimmster Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord in erster Instanz 2017 zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Mladic wird wegen der Gräueltaten im Bosnienkrieg (1992-1995) der “Schlächter vom Balkan” genannt - dazu gehören die jahrelange Belagerung Sarajevos mit über 10.000 Toten und der Völkermord von Srebrenica. Unter seiner Führung hatten serbische Truppen 1995 die UN-Schutzzone Srebrenica überrannt und anschließend mehr als 8000 bosnisch-muslimische Männer und Jungen ermordet.

Die Anklage legte ebenfalls Berufung ein, will aber eine weitere Verurteilung für Völkermord erreichen. Die Richter sollten auch die Verfolgung von bosnischen Muslimen und Kroaten in Kommunen als Genozid anerkennen.

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Prozess zweimal verschoben

Der Prozess war zweimal verschoben worden, erst wegen Krankheit des Angeklagten, später wegen der Corona-Pandemie. Wegen der Corona-Maßnahmen ist kein Publikum im Gerichtssaal zugelassen und auch zwei Richter verfolgen der Anhörung über eine Videoverbindung.

Die Verteidigung hatte vergeblich versucht, die Anhörung mit Hinweis auf den schwachen Gesundheitszustand des Angeklagten erneut zu verschieben. Mladic, der beim Betreten des Gerichtssaales einen Mundnasenschutz trug, äußerte sich zunächst nicht.

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Für das Berufungsverfahren sind zwei Sitzungstage anberaumt. Ein Urteil wird nicht vor Ende des Jahres erwartet.

RND/dpa

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