Spuktnik V: Russland weist von der Leyens Kritik zurück

  • Die russische Regierung hat sich verwundert über Ursula von der Leyens Kritik zur Verteilung des Impfstoffes Sputnik V geäußert.
  • Die EU-Kommissionschefin hatte gesagt, dass Russland beim Impfen der eigenen Bevölkerung nicht schnell genug vorankäme.
  • In einer Mitteilung werteten die Russen dies als einen Versuch zu polarisieren - oder als Zeichen von Unwissenheit.
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Moskau. Moskau hat Kritik von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen an der russischen Impf-Politik zurückgewiesen. Man habe von der Leyens Einschätzung „perplex“ zur Kenntnis genommen, nach der Russland anderen Staaten Millionen Dosen seines Präparats Sputnik V anbiete, aber beim Impfen der eigenen Bevölkerung nicht ausreichend vorankomme, hieß es in einer Mitteilung der russischen EU-Botschaft.

Das sei „entweder ein Versuch, das Thema in unbegründeter und in der Tat bedauerlicher Weise zu politisieren“ oder zeuge von Unwissenheit. Russland habe wiederholt betont, dass die Impfung der eigenen Bevölkerung Priorität habe.

Sputnik V ist nach russischen Angaben mittlerweile in insgesamt 29 Ländern registriert. Im eigenen Land sollen derweil jüngsten Zahlen zufolge erst rund 2,2 Millionen Menschen mindestens eine von zwei notwendigen Injektionen bekommen haben. Das entspricht etwa 1,5 Prozent der Bevölkerung des riesigen Landes - im internationalen Vergleich ein geringer Anteil.

RND/dpa

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