SPD-Vorstandswahl: Maas braucht zwei Anläufe

  • Der SPD-Parteitag verpasst Außenminister Heiko Maas einen Denkzettel.
  • Der Saarländer erhält beim ersten Wahlgang nicht die nötige Anzahl der Stimmen, um im Parteivorstand verbleiben zu können - erst beim zweiten Mal klappt es.
  • Zwei weitere SPD-Spitzenpolitiker ziehen ihre Kandidatur sicherheitshalber zurück.
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Berlin. Außenminister Heiko Maas wurde erst im zweiten Wahlgang in den SPD-Vorstand gewählt. Der Saarländer erhielt auf dem Bundesparteitag in Berlin 409 Stimmen. Im ersten Wahlgang konnte er lediglich 227 Delegiertenstimmen verbuchen - 290 hätte er gebraucht. Eine deutliche Klatsche für Maas.

Neben Maas bekamen auch andere hochrangige Sozialdemokraten den Umnut der Basis klar zu spüren. So sitzen der bisherige Parteivize Ralf Stegner und Berlins Bürgermeister Michael Müller künftig nicht mehr im Bundesvorstand der SPD. Beide fielen im ersten Wahlgang durch und traten für den zweiten Wahlgang nicht mehr an. Als sie dies verkündeten, ging ein Raunen durch den Saal.

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Das zunächst beste Ergebnis fuhr der Parteilinke und Fraktionsvize Matthias Miersch mit 404 Stimmen ein. Auch Familienministerin Franziska Giffey, Umweltministerin Svenja Schulze, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius und Europa-Staatsminister Michael Roth wurden direkt gewählt.

RND/dpa