• Startseite
  • Politik
  • SPD-Generalsekretär Klingbeil weist Vorwürfe zurück: “Können heilfroh sein, dass diese Koalition jetzt regiert“

Klingbeil weist Vorwürfe zurück: „Können heilfroh sein, dass diese Koalition jetzt regiert“

  • Die SPD hat den Koalitionspartner für den schleppenden Beginn der Corona-Impfungen verantwortlich gemacht.
  • Aus den Reihen der CDU kamen deshalb Vorwürfe, die Sozialdemokraten würden schon Wahlkampf betreiben.
  • Dem tritt der Generalsekretär energisch entgegen.
Anzeige
Anzeige

Berlin. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat Vorwürfen widersprochen, seine Partei betreibe mit kritischen Fragen an die Adresse von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wegen des schleppenden Anlaufs der Corona-Impfungen bereits Wahlkampf. „Wir können heilfroh sein, dass diese Koalition jetzt regiert“, sagte Klingbeil der „Welt am Sonntag“.

„Der Wahlkampf 2021 wird daher erst ganz spät anfangen. Wir werden sehr lange gemeinsam regieren“, betonte Klingbeil. Das würden die Menschen angesichts der aktuellen Herausforderungen auch erwarten.

Video
So lief der Impfstart in Deutschland
2:40 min
Rund 11 Monate nach den ersten bekannten Fällen des Coronavirus in Deutschland wurden nun die ersten Pflegeheimbewohner und das Personal geimpft.  © Reuters
Anzeige

Der Impfstart in Deutschland ist aus Sicht der SPD zu schleppend verlaufen. Mehrere Sozialdemokraten, darunter Klingbeil, hatten Spahn dafür verantwortlich gemacht, dass einige andere Länder beim Impfen weiter sind als Deutschland. Die SPD-geführten Bundesländer hatten einen Fragenkatalog zu den Problemen bei der Impfung an Spahn geschickt. In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ hatte Klingbeil die Kritik bekräftigt.

Spahn: „Gemeinsam werden wir die Pandemie besiegen“

Spahn räumte in der „Welt am Sonntag“ ein: „Ich sage nicht, dass alles perfekt gelaufen ist. Es gibt Dinge, insbesondere bei der Information zum Impftermin, die man besser machen kann.“ Er betonte aber auch: „Wir haben jetzt eine Struktur, die funktioniert und die hochfahren kann und wird.“ Nach Angaben des Ministers sind bislang mehr als 500.000 Menschen in Deutschland geimpft worden.

Anzeige

Spahn unterstrich, es sei klar gewesen, dass das „Impfen unter der Bedingung der Knappheit“ starten werde. Er verteidigte auch das gemeinsame europäische Vorgehen beim Bestellen von Impfdosen.

Der Minister warf die Frage auf: „Wenn die osteuropäischen und südeuropäischen Länder keinen Impfstoff durch die EU bekommen hätten, wer wäre wohl eingesprungen? China und Russland.“ Spahn betonte: „Gemeinsam sind wir Europäer von der Pandemie betroffen, gemeinsam werden wir sie bezwingen.“

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen