SPD-Chefin gegen reflexhafte Finanzhilfen für Landwirte

SPD-Chefin Andrea Nahles hat sich klar gegen reflexhafte Finanzhilfen für Landwirte ausgesprochen. Vielmehr solle die Landwirtschaft über nachhaltige Lösungen nachdenken, wie die Branche künftig mit den Folgen des Klimawandels umgeht.

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Berlin. SPD-Chefin Andrea Nahles hat sich gegen reflexhafte Finanzhilfen für von Dürre betroffene Landwirte ausgesprochen. "Letztes Jahr hatten wir lange Regenperioden, dieses Jahr extreme Trockenheit. Das können wir nicht jedesmal mit kurzfristigen Finanzhilfen ausgleichen", sagte Nahles dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Die aktuelle Lage mache natürlich vielen Landwirten riesige Sorgen, sagte Nahles und erklärte sich bereit, Sofort-Maßnahmen zur Unterstützung der Bauern zu prüfen. “Das darf aber nicht davon ablenken, dass wir uns auch in der Landwirtschaft strategisch an die Klimaveränderungen anpassen müssen.“

Konsequenzen des Klimawandels für die Landwirtschaft ernst nehmen

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Die SPD-Chefin forderte, das Problem nachhaltig anzugehen. "Umwelt-, Natur und Klimaschutz müssen Bestandteil von Agrarpolitik sein, um die Landwirtschaft robuster zu machen. Umweltministerin Svenja Schulze ist da auf dem richtigen Weg", sagte Nahles. Sie kritisierte zugleich die bisherige Agrarpolitik von Julia Klöckner: "Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner muss auch dazu übergehen, die Konsequenzen des Klimawandels für die Landwirtschaft ernst zu nehmen. Es ist höchste Eisenbahn, dass wir diese Themen zusammen denken", sagte Nahles dem RND.

Von Gordon Repinski/RND

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