Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

„Sind in zweiter Welle versunken“: Spanien ruft wieder Corona-Notstand aus

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie erneut den Notstand ausgerufen. Von Sonntagabend an gilt landesweit mit Ausnahme der Kanarischen Inseln ein Ausgehverbot von 23 bis 6 Uhr, teilte Sánchez in einer Fernsehansprache mit. „Die Wirklichkeit ist, das Europa und Spanien in einer zweiten Welle der Pandemie versunken sind“, erklärte er nach Beratungen seines Kabinetts.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Er werde das Parlament in den nächsten Tagen bitten, den Notstand um sechs Monate bis Mai 2021 zu verlängern, kündigte Sánchez an. Die 19 Regionalpräsidenten seien ermächtigt, die Zeiten der Ausgangssperre anders festzusetzen, ihre Maßnahmen müssten dann aber strikter als die der Zentralregierung sein, erklärte der Regierungschef. Sie könnten auch die Grenzen ihre Regionen für Reisende schließen und Versammlungen auf sechs Personen, die nicht zusammen leben, begrenzen.

Für Madrid bereits der dritte Notstand

Es ist der zweite landesweite Notstand in dem hart von der Pandemie getroffenen Land; mit einem am Samstag beendeten regionalen im Großraum Madrid ist es sogar der dritte Notstand, der in Spanien erklärt wurde, um die Ausbreitung des Coronavirus' einzudämmen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Ein Notstand gibt der Zentralregierung in Madrid die Vollmacht, Grundrechte - wie das auf Freizügigkeit - einzuschränken.

Beim ersten wurden strikte Ausgangssperren verfügt, Geschäfte geschlossen und Privatunternehmen verpflichtet, das öffentliche Gesundheitswesen zu unterstützen. Er wurde im Juni aufgehoben, als die Infektionszahlen zurückgingen. Der zweite Notstand trat vor zwei Wochen im Großraum Madrid in Kraft und endete am Samstag. Dabei wurde Einwohnern praktisch untersagt, ihre unmittelbare Umgebung zu verlassen.

Mehr als eine Million Corona-Fälle in Frankreich seit Beginn der Pandemie

In Frankreich sind seit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie offiziellen Angaben zufolge mehr als eine Million Infektionen registriert worden.

Spanien meldete am Freitag fast 20 000 neue Coronavirus-Fälle; 231 Menschen starben an einem Tag mit oder an dem Virus. Mehr als eine Million der insgesamt rund 47 Millionen Spanier wurden seit Beginn der Pandemie mit dem Virus infiziert. Mehr als 34 000 starben mit Covid-19.

RND/AP

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen