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Spahn zu Sterbehilfe für unheilbar Kranke: Staat sollte Tod nicht zuteilen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Berlin. Aus Sicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sollte nicht der Staat entscheiden, ob ein Mensch sterben darf oder nicht.

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„Ich nehme das Leid, die Angst und die Sorgen von unheilbar kranken Menschen sehr ernst und verstehe deren Wunsch zu sterben. Wenn ein Patient dann zusammen mit seinem Arzt einen Ausweg sucht, sollte sich der Staat nicht einmischen“, sagte Spahn dem „Focus“.

„Umgekehrt heißt das aber auch: Bei der Sterbehilfe sollte der Staat nicht gleichermaßen den Tod zuteilen. Denn sonst kommen wir schnell auf eine schiefe Bahn.“

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Derzeit gibt es fraktionsübergreifende Gespräche zur Sterbehilfe und über eine parlamentarische Initiative dazu im neuen Jahr. Das Bundesverfassungsgericht hatte Ende Februar das seit 2015 bestehende Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe gekippt - es verletze das Recht des Einzelnen auf selbstbestimmtes Sterben.

Karlsruhe erklärt Verbot assistierter Sterbehilfe für verfassungswidrig

Das in Deutschland geltende Verbot, sterbewilligen Menschen zur Selbsttötung Medikamente zu verschaffen, ist verfassungswidrig und nichtig.

„Geschäftsmäßig“ hat dabei nichts mit Geld zu tun, sondern bedeutet „auf Wiederholung angelegt“.

Das Urteil stößt eine Tür für organisierte Angebote auf. Die Richter stellten aber die Möglichkeit zu Regulierungen heraus - denkbar sind etwa Beratungspflichten und Wartefristen.

RND/cle/dpa

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