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  • Spahn zu RKI-Zahlen: Anstieg von Corona-Neuinfektionen "ohne Zweifel besorgniserregend"

Spahn nennt Anstieg der Corona-Infektionen besorgniserregend

  • Das Robert-Koch-Institut hat am Morgen 1226 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages vermeldet.
  • Das ist der höchste Wert seit Anfang Mai.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nennt die Entwicklung "ohne Zweifel besorgniserregend".
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Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht den Anstieg der Corona-Infektionszahlen als Alarmzeichen. “Das ist ohne Zweifel besorgniserregend”, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Deutschlandfunk.

“Hier sehen wir, dass durch Reiserückkehr, aber eben auch durch Partys aller Art, durch Familienfeiern an ganz vielen Stellen im Land wir eben in fast allen Regionen des Landes kleinere und größere Ausbrüche haben. Und das kann natürlich - wenn wir jetzt nicht alle miteinander aufpassen - eine Dynamik entfalten.” Es gelte, “sehr, sehr wachsam” zu sein, weil es nicht mehr nur lokale Ausbrüche seien.

Das Robert Koch-Instituts (RKI) hatte am Mittwochmorgen im Internet mitgeteilt, dass innerhalb eines Tages 1226 neue Corona-Infektionen gemeldet worden seien. Das ist der höchste Wert seit Anfang Mai. Der Höhepunkt hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen.

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Das Gesundheitssystem könne die derzeitigen Infektionszahlen gut bewältigen, sagte Spahn. "Aber es ist besorgniserregend, wenn die Entwicklung bleibt." Denn: "Mit jeder Infektion wird es für die Gesundheitsämter schwieriger."

Der Minister appellierte erneut an die Bürger, die Hygieneregeln einzuhalten, Masken zu tragen, Abstand zu halten und bei Veranstaltungen den Rahmen zu wahren. "Da wo dann auch Alkohol im Spiel ist, wo es tatsächlich aus der feierlichen Veranstaltung zur Party wird, da geht es dann eben auch sehr, sehr schnell."

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Zu den Aussichten für große Veranstaltungen äußerte er sich skeptisch: "Ob es jetzt die Fußballspiele sind, ob es andere Großveranstaltungen sind, das ist etwas, wo ich weiterhin sehr zurückhaltend bin, weil das natürlich gerade die Ereignisse sind, die auch eine Symbolwirkung für die kleinen haben."

Die weltweit erste Zulassung eines Impfstoffs in Russland bewertete Spahn skeptisch. “Es geht nicht darum, irgendwie Erster zu sein, sondern es geht darum, einen wirksamen, erprobten und damit auch sicheren Impfstoff zu haben”, sagte er.

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Für das Vertrauen der Bevölkerung in einen Impfstoff sei es sehr wichtig, die nötigen Studien sehr genau zu machen. Nach allem, was bisher bekannt geworden sei, sei der russische Impfstoff nicht hinreichend erprobt. “Das kann dann schon auch gefährlich sein, zu früh zu beginnen.”

Bundesregierung beobachtet Infektionsgeschehen mit Sorge

Auch die Bundesregierung hat angesichts weiter gestiegener Infektionszahlen eindringlich ein Einhalten der Corona-Schutzvorgaben angemahnt. “Wenn wir jetzt nicht alle aufpassen und wachsam sind, dann kann dieses Geschehen noch eine ganz eigene Dynamik entfalten”, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. Das Gesundheitssystem sei derzeit gut vorbereitet. “Aber wir müssen eine Verschärfung der Situation vermeiden.” Zentral blieben weiterhin Abstand, Hygienemaßnahmen und das Tragen von Masken, wo es nötig sei.

Die Bundesregierung sehe die Entwicklung der Zahlen mit Sorge, sagte Seibert. Es gebe nun nicht das eine große Infektionsereignis, aber viele kleine und mittlere Ausbrüche im ganzen Land. Ursachen seien unter anderem Reiserückkehrer und private Feste, bei denen Abstandsregeln nicht eingehalten worden seien. Bemerkenswert sei zudem, dass unter den Infizierten deutlich mehr jüngere Menschen seien. Da junge Leute sehr mobil seien, bedeute dies außerdem auch ein größeres Potenzial, Infektionen weiterzutragen.

RND/dpa

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