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Spahn zu Corona: Höhepunkt der Ausbreitung noch nicht erreicht

  • Rund 240 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gibt es inzwischen in Deutschland.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat nun im Bundestag eine Regierungserklärung zum Krisenmanagement abgegeben.
  • Dabei sagte er: “Der Höhepunkt der Ausbreitung ist noch nicht erreicht.”
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Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit weiteren Infektionen mit dem neuen Coronavirus. "Der Höhepunkt der Ausbreitung ist noch nicht erreicht", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Bundestag.

Die Behörden zielten weiterhin darauf, die Entwicklung zu verlangsamen und einzudämmen. “Die Sicherheit der Bevölkerung geht im Zweifel vor, auch vor wirtschaftlichen Interessen.” Spahn rief die Bürger zugleich zu Besonnenheit und Zusammenhalt auf.

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Spahn stellte fest: "Aus der Corona-Epidemie in China ist eine Pandemie geworden." In Deutschland habe eine Epidemie begonnen. Inzwischen gebe es rund 240 bestätigte Infektionen, die Lage sei regional aber unterschiedlich.

Der Krisenstab der Bundesregierung hat als weitere Krisenmaßnahme beschlossen, dass der Bund dringend benötigte Schutzkleidung für Praxen und Krankenhäuser jetzt zentral beschafft. Zudem werden Exporte weitgehend verboten.

Spahn räumt Nachholbedarf bei Coronavirus-Tests ein

Spahn räumte ein, dass der Kampf gegen die schnelle Ausbreitung des Coronavirus nicht überall optimal laufe. “Es dauert teilweise noch zu lange, bis Verdachtsfälle getestet werden”, sagte Spahn. “Die Situation ist weiterhin sehr dynamisch”, sagte er. Die zuständigen Akteure stünden unter großem Druck.

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Zugleich warnte Spahn vor Kopflosigkeit und zu großen Ängsten. Deutschland könne sich auf Experten stützen, die zu den besten der Welt zählten - und die meisten Fälle verliefen symptomfrei bis milde. “Es wird in den betroffenen Regionen zu Einschränkungen im Alltag kommen”, so Spahn. So könnten weitere Kitas geschlossen und Großveranstaltungen abgesagt werden.

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“Das wird stellen- und phasenweise auch zu Stress im System führen”, so der Minister. So würden bei wachsendem Behandlungsbedarf wegen des Coronavirus wohl auch planbare Eingriffe verschoben. “Noch sind wir nicht an diesem Punkt.” Er könne aber kommen.

Die Folgen der Angst vor dem Virus könnten aber weit größer sein als durch das Virus selbst. “Ja, ein Virus, mit dem wir keine Erfahrung haben, ist beunruhigend.” So seien bereits einige Supermarktregal leergekauft gewesen. Aber die Gesellschaft habe Erfahrung mit Gefahren. Man müsse mit kühlem Kopf handeln.

“Strafen Sie diejenigen, die versuchen, Angst und Falschmeldungen zu verbreiten, mit Nichtbeachtung”, mahnte Spahn. Unverantwortlich handele, wer etwa mit überteuerten Schutzmasken Kapital aus der Epidemie schlagen wolle oder Misstrauen gegen Institutionen säe.

RND/dpa

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