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Spahn: „Wir können die Impfpriorisierung im Verlauf des Junis aufheben“

  • Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland steigt weiter, gleichzeitig schreitet die Impfkampagne stetig voran.
  • Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Lars Schaade, Vizepräsident des Robert Koch-Instituts, haben sich am heutigen Freitag in einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage geäußert.
  • „Im Verlauf des Junis werden wir die Impfpriorisierung aufheben können“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn.
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Berlin. Die Impfkampagne in Deutschland schreitet weiter voran. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Lars Schaade, Vizepräsident des Robert Koch-Instituts, haben sich am heutigen Freitag in einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage geäußert. „Im Verlauf des Junis werden wir die Impfpriorisierung aufheben können“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn. Das würden aktuelle Lieferprognosen für Corona-Impfstoffe erlauben.

„Die Lage ist weiterhin schwierig“, sagte der Gesundheitsminister weiter. Auf den Intensivstationen sei die Belastung in einigen Regionen sehr hoch, vor allem für das Personal. Sein Ziel sei es, auch in der dritten Welle der Pandemie eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden.

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18,5 Millionen Deutsche laut Spahn mindestens einmal geimpft
1:56 min
Im Juni könne laut dem CDU-Politiker die Priorisierung aufgehoben werden. Das heiße aber nicht, dass im Juni allen ein Impfangebot gemacht werden könne.  © Reuters
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Bald könnte jeder Dritte geimpft sein

Spahn betonte, dass es in den vergangenen Monaten viele gute Weiterentwicklungen in der Pandemiebekämpfung gegeben habe: Die Corona-Warn-App werde stetig weiterentwickelt, zudem werde weiter geimpft: „Über 18 Prozent der Deutschen sind geimpft. 7 Prozent haben eine zweite Impfung erhalten.“ Bald könne jeder dritte Deutsche geimpft sein. Die dritte Welle lasse sich aber nicht wegtesten und man könne auch nicht gegen sie animpfen, sagte Spahn weiter.

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Spahn rief zum Inkrafttreten der neuen, bundesweit verbindlichen, Regeln für schärfere Corona-Maßnahmen zu weiteren Einschränkungen bei Kontakten auf: „Das ist hart, das fällt schwer, jedem von uns. Aber das ist für eine Übergangszeit notwendig.“ Es gehe darum, die dritte Corona-Welle zu brechen und dann gestützt auf mehr Tests auch mehr Bereiche öffnen zu können. Spahn betonte, dass die am Freitag in Kraft getretenen Änderungen im Infektionsschutzgesetz eine „Notbremse“ seien. Dies sei also etwas, wo auch schon zuvor gebremst worden sein sollte. Vorgesehene nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Regionen mit hohem Infektionsgeschehen lägen auch schon seit Anfang März nach einem entsprechenden Bund-Länder-Beschluss im Instrumentenkasten.

RKI-Vize ruft zu Solidarität auf

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RKI-Vize Lars Schade betonte, dass die Fallzahlen derzeit weniger schnell steigen würden, aber trotzdem noch zu hoch seien. Er rief zur Solidarität in der Pandemie auf: „Auch für Jüngere kann das Virus gefährlich sein.“ Zudem sei noch unklar, wie viele Menschen an den Spätfolgen einer Erkrankung leiden könnten und wie sich diese auf das Leben der Betroffenen auswirken.

Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, betonte in der Pressekonferenz die Wirksamkeit der erhältlichen Impfstoffe, auch auf die Corona-Varianten. Zwar gebe es noch keine Sicherheit bezüglich der brasilianischen Variante, aber er gehe von einer reduzierten Wirkung der Impfstoffe aus: „Sie wird nicht null sein“, so der Experte.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 27.543 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 265 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus den RKI-Zahlen von Freitagmorgen hervor. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

RND/ag/dpa

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