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Spahn weist Vorwürfe um unbrauchbare Masken zurück: „Empörend“

  • Jens Spahn sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, mangelhafte Corona-Schutzmasken an Obdachlose und Menschen mit Behinderungen verteilen zu wollen.
  • Nun hat der Gesundheitsminister empört reagiert - die Masken seien intensiv geprüft worden.
  • Spahn wittert einen Wahlkampfangriff der SPD.
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Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Vorwürfe um angeblich minderwertige Corona-Masken zurückgewiesen. Die Schutzmasken, um die es in der aktuellen Diskussion gehe, seien intensiv geprüft und hätten alle nötigen Eigenschaften, sagte Spahn am Sonntag in Berlin laut einer Mitteilung.

Wirbel um Qualität der Masken

SPD und Opposition hatten mit heftiger Kritik auf einen Bericht reagiert, nach dem Spahns Ministerium bestimmte Masken vorübergehend für Obdachlose und Menschen mit Behinderung vorsehen wollte. Diese Masken seien nur wenig geprüft gewesen.

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Wirbel um Corona-Masken - Spahn weist Vorwürfe zurück
1:45 min
Das Ministerium von Jens Spahn soll versucht haben, Masken mit vergleichsweise schmaler Prüf-Sicherheit für benachteiligte Menschen einzusetzen.  © dpa
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Spahn erwiderte: „Dass einige nun bewusst Obdachlose und Menschen mit Behinderung verunsichern, um Stimmung zu machen, sagt mehr über den Zustand der SPD als über die Qualität der Masken aus.“ Die Sicherheit von Schutzmasken habe im Ministerium absolute Priorität. Die Vorwürfe des Koalitionspartners bezeichnete Spahn als „empörend“.

Bartsch fordert Regierungserklärung

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Unterdessen forderte Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch eine umfassende Erklärung der Bundesregierung. „In der kommenden Woche erwarte ich eine Regierungserklärung zu diesem unfassbaren Vorgang und umgehend eine Positionierung der Bundeskanzlerin“, sagte Bartsch den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). „Es ist noch ihre Regierung.“ Der angebliche Vorgang im Gesundheitsministerium missachte den Artikel 1 des Grundgesetzes - die Würde des Menschen ist unantastbar -schwer.

RND/dpa

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