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„Man kann ja auch Urlaub im Inland machen“: Spahn warnt vor Auslandsreisen

  • Die Corona-Fälle in Deutschland steigen wieder.
  • Gesundheitsminister Jens Spahn appelliert, im Herbst und Winter auf unnötige Reisen ins Ausland zu verzichten.
  • Der Sommer habe gezeigt, dass Reiserückkehrer das Virus stärker verbreiten.
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Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den Bürgern angesichts steigender Corona-Fälle von Auslandsreisen in den Herbst- und Winterferien abgeraten.

“Man kann ja auch Urlaub im Inland machen”, sagte der CDU-Politiker am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". In den Reisehinweisen der Regierung für Risikogebiete heiße es, man solle auf “unnötige Reisen” verzichten und das seien nun mal Urlaubsreisen.

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Es habe sich in der Corona-Pandemie immer wieder gezeigt, dass Reiserückkehrer verstärkt das Virus einschleppten. “Ich finde, für Herbst-, Winter-, Weihnachtsurlaub sollten wir daraus gemeinsam lernen”, sagte Spahn. Das sei zwar hart für die Reiseveranstalter, aber in der derzeitigen Lage nicht zu ändern.

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Auch Sachsen-Anhalts Regierungschef rät von Auslandsreisen ab

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) rief ebenfalls zur Zurückhaltung beim Reisen auf. “Generell appelliere ich an alle, jetzt nicht ins Ausland zu fahren, besonders nicht in Risikogebiete, wenn es nicht unbedingt nötig ist”, sagte der Regierungschef in einem Interview der “Magdeburger Volksstimme”. “Wer reist, setzt sich einer höheren Infektionsgefahr aus. Wer hier in Sachsen-Anhalt bleibt, wird sich wahrscheinlich nicht anstecken. So ist die Faktenlage.”

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Spahn: Corona-Warn-App wirkt
1:21 min
100 Tage nach ihrer Einführung hat die Bundesregierung die Corona-Warn-App als großen Erfolg bezeichnet.  © Reuters

Dass bei weiter steigenden Infektionszahlen das öffentliche Leben wie im Frühjahr wieder stillstehen muss, erwartet der Ministerpräsident nicht. “Ein flächendeckendes Szenario, das das gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben lahmlegt, halte ich für ausgeschlossen. Ein harter Lockdown würde die wirtschaftliche Basis zerstören und die politische Stabilität gefährden”, sagte Haseloff. “Jegliche Akzeptanz würde verloren gehen. Die Schäden wären größer als der Nutzen.”

Das Land sei jetzt in einer anderen Situation. Im Frühjahr sei das Wissen über den Erreger und die Infektionswege geringer gewesen. “Jetzt würden wir wesentlich gezielter vorgehen können.”

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RND/dpa

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