Spahn plant kostenlose Corona-Schnelltests für alle Bürger

  • Gesundheitsminister Spahn will die nationale Teststrategie erweitern und die Testung massiv ausweiten.
  • Ab 1. März bekommen alle Bürgerinnen und Bürger ein Anrecht auf kostenlose Schnelltests.
  • Laientests sollen, sobald sie zugelassen sind, gegen eine geringe Zuzahlung abgegeben werden.
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Berlin. Ab dem 1. März soll jeder Bürger ein Anrecht auf kostenlose Corona-Schnelltests bekommen. Das sieht nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) eine Erweiterung der nationalen Teststrategie vor, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dem Corona-Kabinett vorlegen will.

Zur Begründung hieß es, Antigenschnelltests seien mittlerweile in ausreichender Menge am Markt verfügbar. Kostenlose Schnelltests soll es den Plänen zufolge nicht nur in Testzentren des öffentlichen Gesundheitsdienstes geben, sondern auch in Arztpraxen und bei Zahnärzten oder Apotheken. Die Kosten übernimmt der Bund.

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Spahn plant kostenlose Corona-Schnelltests für alle Bürger
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Der Einsatz von Corona-Schnelltests soll ab 1. März weiter ausgedehnt werden. Gesundheitsminister Jens Spahn kündigte sogar kostenlose Schnelltests an.  © dpa
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„Es sind mittlerweile deutlich mehr Schnelltests am Markt verfügbar. Daher sollen alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos von geschultem Personal mit Antigenschnelltests getestet werden können“, sagte Spahn dem RND.

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Die Erweiterung der nationalen Teststrategie sieht zudem vor, dass auch Laienselbsttests direkt nach ihrer bald erwarteten Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für alle zugänglich sein sollen. Um entsprechende Kontingente für den deutschen Markt zu sichern, steht Spahns Ministerium den Informationen zufolge bereits in Verhandlungen mit verschiedenen Herstellern.

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RND-Videoschalte mit Weltärztepräsident Montgomery: Schnelltests für alle "sind sinnvoll"
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Jens Spahn will ab dem 1. März eine kostenlose Schnelltests sicherstellen. Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery nimmt nun Stellung im RND-Interview.  © RND
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Sobald diese Tests in ausreichender Zahl verfügbar seien, würden sie als Teil der Teststrategie der Länder für Kitas und Schulen zum Einsatz kommen, heißt es in dem Vorschlag des Gesundheitsministeriums. „Zudem ist in der nationalen Teststrategie des Bundes ein niedrigschwelliger Zugang für alle Bürgerinnen und Bürger – gegebenenfalls gegen eine geringe Eigenbeteiligung von einem Euro – sinnvoll“, heißt es weiter.

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Spahn: Britische Virus-Mutation könnte auch in Deutschland dominieren
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Die Verbreitung der Virus-Mutationen liegt nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn bereits bei mehr als 23 Prozent in Deutschland.  © Reuters

„Die neuen Laienschnelltests werden schnellstmöglich geprüft und zugelassen“, versicherte Spahn. „Diese Tests können zu einem sicheren Alltag beitragen, gerade auch in Schulen und Kitas“, betonte der Gesundheitsminister gegenüber dem RND.

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