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“Reformprozess maßgeblich gestalten”: Spahn fordert Stärkung der WHO

  • Vor einer Videokonferenz mit seinen EU-Amtskollegen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die wichtige Rolle der Weltgesundheitsorganisation hervorgehoben.
  • Sie sorge für gegenseitige Hilfen und internationale Initiativen - wie zur Impfstoffbeschaffung und -forschung.
  • Deshalb hat die Europäische Union ein gemeinsames Ziel.
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Brüssel. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat zu einer Stärkung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgerufen.

„Jede internationale Organisation kann nur so gut sein, wie die Mitgliedstaaten sie sein lassen“, sagte Spahn am Freitag vor Beginn einer Videokonferenz mit seinen EU-Amtskollegen, bei der es unter anderem um die WHO geht. „Unser gemeinsames Ziel ist klar: wir wollen als Europäische Union den Reformprozess der WHO maßgeblich gestalten“, sagte Spahn in dem von der deutschen EU-Ratspräsidentschaft verbreiteten Video.

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Der deutsche Gesundheitsminister erinnerte an die „kritische Phase“ der Corona-Pandemie, unter deren Folgen die Menschen auf der ganzen Welt litten. „Umso wichtiger ist es, dass es eine Organisation gibt, die die Gesundheitsversorgung der Menschen weltweit unterstützt und steuert“, sagte Spahn.

Abstimmung und gemeinsame Initiativen

Die WHO sorge dafür, dass man sich beim Umgang mit der Pandemie abstimme, sich gegenseitig helfe und international gemeinsame Initiativen wie die zur Impfstoffbeschaffung und -forschung starte.

Am 9. November beginnt eine Weltgesundheitsversammlung der WHO, vor der die Europäer EU-Diplomaten zufolge ein starkes politisches Signal setzen wollen. Die USA haben ihren Austritt aus der WHO eingereicht, der im Juli 2021 wirksam wird.

Präsident Donald Trump warf der in Genf ansässigen Organisation vor, zu spät über die Gefahr des Coronavirus informiert zu haben und unter der Kontrolle der chinesischen Regierung zu stehen. Er macht die WHO mitverantwortlich für die hohe Zahl der Corona-Toten.

RND/dpa

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