• Startseite
  • Politik
  • Spahn: Deutschland will ab dem dritten Quartal Impfdosen spenden

Spahn: Deutschland will ab dem dritten Quartal Impfdosen spenden

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist gerade zu Besuch in Südafrika.
  • Dabei gab er einen Ausblick auf die Impfstoffverteilung in der näheren Zukunft.
  • Deutschland will laut dem CDU-Politiker ab dem dritten Quartal überschüssige Corona-Impfdosen an ärmere Staaten spenden.
|
Anzeige
Anzeige

Pretoria. Deutschland will ab dem dritten Quartal Corona-Impfdosen an ärmere Staaten spenden. „Wir planen jetzt schon im dritten und dann noch viel mehr im vierten Quartal, wenn Deutschland wahrscheinlich in die glückliche Situation kommt, dass wir mehr Impfstoff haben als wir selbst zum Impfen der eigenen Bevölkerung brauchen, dass wir dann natürlich überschüssige Dosen anderen Ländern zur Verfügung stellen“, sagte Spahn am Samstag in Pretoria am Rande eines Besuchs in Südafrika.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Industriestaaten bereits mehrfach aufgefordert, so schnell wie möglich Impfdosen an ärmere Staaten abzugeben. So hat die internationale Impfinitiative Covax, die Entwicklungsländer bei den Impfungen unterstützen will, derzeit massive Probleme, Vakzine zu bekommen. Grund ist insbesondere ein Exportstopp Indiens für Impfstoffe, weil das Land derzeit eine massive Infektionswelle erlebt. Der weltgrößte Impfstoffhersteller, das Serum Institute of India, ist der Hauptlieferant für Covax.

Millionen für Produktion in Südafrika

Anzeige

Spahn sagte, er verstehe aber auch den starken Anspruch afrikanischer Staaten, und hier vor allem von Südafrika, selbst Impfstoffe herstellen zu wollen. 99 Prozent der Corona-Impfstoffe, die gegenwärtig in Afrika eingesetzt würden, seien importiert, betonte der Gesundheitsminister.

Anzeige

Er hatte am Vortag 50 Millionen Euro für den Aufbau von Produktionskapazitäten in Südafrika zugesagt. Dabei geht es insbesondere um die Produktion von mRNA-Impfstoffen, etwa vom deutschen Hersteller Biontech. Spahn sagte, der Beginn der Produktion „kann eine Frage von Monaten sein, wenn es gelingt, schnell miteinander die Bedingungen zu klären“. Die Bundesregierung unterstütze konkrete Gespräche zwischen deutschen und europäischen Herstellern mit südafrikanischen Unternehmen, damit dies „wirklich ein Projekt des Kontinents“ werde, so der Minister.

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen