Spahn: “Brauchen nachvollziehbare Regeln für Öffnungen”

  • Von Partys und Volksfesten hält Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der jetzigen Situation nichts.
  • Aber auch er zeigt Verständnis für manche Kritik an scheinbar willkürlichen Lockerungen.
  • Nur nachvollziehbare Regeln führten auf Dauer auch zur Akzeptanz.
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Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich für pragmatische Lockerungen der Beschränkungen in der Corona-Krise ausgesprochen. „Partys oder Volksfeste bergen ein extrem hohes Risiko“, sagte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Wer dagegen mit dem nötigen Abstand zu anderen in einem Geschäft einkaufen geht oder sich beim Sport im Fitnessstudio fit hält, sollte das tun können.“

Wichtig sei es, bei den nächsten Schritten mehr über allgemeine Kriterien als über Quadratmeter-Zahlen zu reden. „Wir alle spüren ja, dass es für viele schwer verständlich ist, warum Läden mit 799 Quadratmetern öffnen dürfen, Läden mit 801 aber nicht. Oder warum man um den See spazieren gehen darf, aber nicht Golf spielen kann.“

Lob für die “große Mehrheit der Bürger”

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Entscheidend dafür, was stattfinden oder öffnen könne, müssten vor allem Abstands- und Hygieneregeln sein, betonte er. „Je nachvollziehbar die Regelungen sind, desto eher werden sie akzeptiert und gelebt.“ Die große Mehrheit der Bürger und auch der Unternehmen handele sehr verantwortungsbewusst.

Besorgt zeigte sich der Minister über Belastungen in den Familien. In zwei Bereichen werde die Akzeptanz der Bürger für die Einschränkungen gerade deutlich strapaziert: „Das eine sind Kitas und Schulen. Die Zumutungen für Kinder, berufstätige Eltern und Alleinerziehende sind sehr groß“, sagte Spahn. „Das andere ist der Eindruck, dass die Länder nicht einheitlich vorgehen.“

RND/cb/epd

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