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Spahn bereitet sich auf mögliche vierte Corona-Welle und nächste Pandemie vor

  • Anders als im Vorjahr will sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bereits jetzt auf eine mögliche vierte Corona-Welle vorbereiten.
  • Er habe bereits Gespräche mit Experten des Robert Koch-Instituts begonnen.
  • Gleichzeitig reserviert der Bund Kapazitäten für die Impfstoff-Produktion bei der nächsten Pandemie.
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Berlin. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereitet sich im Gegensatz zum Vorjahr bereits jetzt auf eine mögliche weitere Welle mit rasant steigenden Corona-Infektionszahlen vor. In diesem Jahr wolle er schon früher Risiken besprechen und Strategien zur Vermeidung einer vierten Welle durchgehen.

„Die Gespräche habe ich schon mit Experten und dem Robert Koch-Institut begonnen“, sagte Spahn am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. Die Sensibilität dafür habe auch damit zu tun, dass sich die Lage im vergangenen Jahr nach einem Sommer mit niedrigen Inzidenzen im September und Oktober schlagartig verschlechtert habe.

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Corona-Lage: Inzidenz wieder leicht gestiegen
1:06 min
Der Wert lag Angaben von Mittwochmorgen zufolge bei 36,8.  © dpa
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Vorbereitung auf nächste Pandemie: Kapazitäten für hunderte Millionen Impfdosen

Spahn erklärte, dass der Bund außerdem dafür sorgen will, dass für künftige Pandemiefälle eine Kapazität von 600 Millionen bis 700 Millionen Impfdosen bereitsteht – für den Gebrauch in Deutschland oder anderen Teilen der Welt. Dazu solle es Ausschreibungen mit Laufzeiten von fünf Jahren geben. Mit einer jährlichen Reservierungsgebühr werde bei den Herstellern die Produktion des Impfstoffs für den Pandemiefall sichergestellt.

Insgesamt zeigte sich Spahn zufrieden mit der derzeitigen Situation: „Die Stimmung ist gerade zurecht gut, die Inzidenzen sind niedrig, die Impfzahlen sind hoch, aber wir sehen in Ländern wie dem Vereinigten Königreich: Es kann auch schnell wieder schief gehen.“

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland fällt die Priorisierung mit einer festen Reihenfolge wie vorgesehen zum kommenden Montag weg. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch eine entsprechende Änderung der Impfverordnung. Zugleich werden damit auf breiter Front Impfungen von Beschäftigten direkt über ihre Firmen möglich. Damit sollen Betriebsärzte ebenfalls ab kommendem Montag beginnen können und dafür in der ersten Woche mehr als 700 000 Impfdosen bekommen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist laut Robert Koch-Institut (RKI) den zweiten Tag in Folge gestiegen. Der Wert lag Angaben von Mittwochmorgen zufolge bei 36,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche (Vortag: 35,2; Vorwoche: 46,8). Mit einem erneuten exponentiellen Wachstum der Fallzahlen werde bei vorsichtigen Öffnungen zunächst nicht gerechnet, sagte RKI-Chef Lothar Wieler.

RND/dpa

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