Spahn begrüßt Debatte über Impfempfehlung bei Kindern

  • Eltern brauchen eine Entscheidungshilfe, bevor sie ihre Kinder gegen das Coronavirus impfen lassen.
  • Aus diesem Grund unterstützt Gesundheitsminister Jens Spahn die Debatte um Impfempfehlungen für Kinder und Jugendliche.
  • Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will noch im Mai über die Zulassung von Biontech ab zwölf Jahren entscheiden.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Debatte über eine mögliche Empfehlung für die Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen begrüßt. „Ich finde es wichtig, dass es diese Debatte gibt“, sagte Spahn am Montag in Berlin. Dies sei dann auch eine Entscheidungsgrundlage für die Eltern und Jugendlichen. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will im Mai über die Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer ab zwölf Jahren entscheiden. Der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hatte eine genaue Prüfung vor einer möglichen Impfempfehlung angekündigt.

Spahn erläuterte, es gebe eine Diskussion darüber, ob und in welchem Umfang es eine Empfehlung zur Impfung von 12- bis 18-Jährigen geben solle. Die erwartete Zulassung solle die Impfung möglich machen. Über die Frage einer Empfehlung sei damit noch nicht entschieden. Die Frage des individuellen Nutzens stelle sich für jemanden, der 15 oder 20 Jahre alt sei, anders dar als für einen 80-Jährigen. Aber Impfungen hätten auch Auswirkungen auf die Pandemie, sagte Spahn unter Verweis auf das Infektionsgeschehen bei den Jüngeren.

Anzeige

Schulkinder und junge Erwachsene sind von Corona-Neuinfektionen in Deutschland derzeit zwar überdurchschnittlich stark betroffen. Kinder und Jugendliche haben aber ein geringeres Risiko von schweren Verläufen von Covid-19. Allerdings gibt es auch Fälle, bei denen Krankenhausbehandlungen nötig waren.

Die Pandemie und wir Der neue Alltag mit Corona: In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise ‒ jeden Donnerstag.

Langzeitfolgen (Long Covid) könnte nach Einschätzung von Wissenschaftlern bei Kindern zudem eher auftreten als die akute Erkrankung. Hinzu kommt das Risiko des sogenannten pädiatrischen Multisystem-Inflammationssyndroms (PIMS), eine möglicherweise Wochen nach der Infektion auftretende Krankheit.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen