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Spahn begrenzt Auslieferung von Biontech-Impfstoff – Moderna-Dosen drohen zu verfallen

  • Weil Impfdosen von Moderna abzulaufen drohen, deckelt Gesundheitsminister Jens Spahn die Auslieferung von Biontech-Impfdosen.
  • Das geht aus einem Schreiben des Gesundheitsstaatssekretärs Thomas Steffen an die Länder hervor.
  • Aktuell mache der Biontech-Impfstoff über 90 Prozent aller Bestellungen aus.
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Berlin. Das Bundesgesundheitsministerium wird die Auslieferung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer in den kommenden Wochen begrenzen. Das kündigte Gesundheitsstaatssekretär Thomas Steffen in einem Schreiben an die Bundesländer an. Es liegt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vor. Steffen begründet die Maßnahme in dem Brief mit einem drohenden Verfall eingelagerter Dosen des Vakzins von Moderna.

Steffen schrieb, bisher mache der Biontech-Impfstoff über 90 Prozent aller Bestellungen aus. „Gleichzeitig sollte auch der Impfstoff von Moderna für Auffrischimpfungen vermehrt zum Einsatz kommen, da andernfalls ab Mitte des ersten Quartals 2022 der Verfall bereits eingelagerter Moderna-Impfstoffe droht.“ Es müsse das gemeinsame Anliegen sein, dies zu verhindern.

Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sollten ab der Bestellung in der kommenden Woche nur noch 30 Dosen bekommen, Impfzentren und Impfteams 1020 Dosen. „Bestellungen für Moderna-Impfstoff werden keiner Höchstgrenze unterliegen und vollumfänglich beliefert“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Kritik von Grünen

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Die Grünen kritisierten das Vorgehen von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) scharf: „Spahn hat allen das Boostern versprochen. Jetzt zeigt sich, dass er offenbar wissentlich falsche Erwartungen geweckt hat“, sagte die Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink dem RND. „Es wird wegen Spahns schlechter Vorsorge wohl nicht möglich sein, jedem Impfwilligen sehr schnell ein Angebot zum Boostern machen zu können. Das schadet der Glaubwürdigkeit der Impfkampagne, weil es Enttäuschungen schafft“, betonte sie.

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Unklar blieb, warum das Gesundheitsministerium vor dem Hintergrund eines möglichen Moderna-Verfalls nicht bereits in den vergangenen Wochen damit angefangen hat, den Impfstoff anders zu verteilen. So werden seit Ende Oktober fortlaufend Millionen Dosen des Biontech-Impfstoffs an die Impfinitiative Covax abgegeben, die ärmere Staaten mit Vakzinen versorgt. Die Menge soll sich bis Ende November auf zehn Millionen Dosen summieren. Die Moderna-Lieferungen von November und Dezember sollen dagegen weiter in Deutschland bleiben. Dabei handelt es sich um insgesamt 17 Millionen Dosen.

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