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„Wahlkampf um jeden Preis“: Türkische Gemeinde und Albanien kritisieren Spahn scharf

Albaniens Regierungschef Edi Rama kritisiert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) scharf.

Albaniens Regierungschef Edi Rama kritisiert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) scharf.

Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Kritik auf sich gezogen mit der Aussage, dass Verwandtschaftsbesuche in der Türkei und auf dem Balkan zu einem Anstieg der Corona-Zahlen im vergangenen Sommer geführt hätten. Albaniens Ministerpräsident Edi Rama und die Türkische Gemeinde in Deutschland zeigten sich empört.

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„Es ist ein Skandal, dass ein deutscher Minister den Balkan öffentlich anprangert und damit auch Menschen mit Migrationshintergrund abwertet“, sagte Ministerpräsident Rama der „Bild“. „Ich werde nicht zulassen, dass Albanien als Risikobereich für Urlaubsreisen dargestellt wird, es gibt keine Zahlen, die dies belegen.“ Spahn wolle so nur „eine offensichtlich schlechte Bilanz“ verteidigen.

„Wahlkampf auf dem Rücken von Menschen“

Der stellvertretende Vorsitzende der Türkischen Gemeinde, Serhat Ulusoy, sagte, Spahn stelle „ganze Bevölkerungsgruppen unter Generalverdacht“ und öffne „Stigmatisierungen Tür und Tor“. Er wolle „Wahlkampf um jeden Preis und auf dem Rücken von Menschen“ machen. „Die zweite Welle ist hausgemacht und gutes Corona-Management sieht anders aus.“

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Spahn hatte der „Bild am Sonntag“ gesagt, dass „Auslandsreisen, häufig Verwandtschaftsbesuche in der Türkei und auf dem Balkan, phasenweise rund 50 Prozent der Neuinfektionen ausgelöst“ hätten. Das müsse in diesem Jahr verhindert werden. Er wolle daher frühzeitig Vereinbarungen mit der Türkei über Tests bei der Ein- und Ausreise schließen.

RND/dpa

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