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Soziales Profil stärken: Röttgen will Vize des CDU-Sozialflügels als Berater

  • Laut dem CDU-Vorsitzkandidaten Norbert Röttgen hat ein unscharfes soziales Profil massiv zu den Verlusten der CDU bei der Bundestagswahl beigetragen.
  • Man habe zu wenig auf Experten gehört.
  • Bei seiner Wahl will er sich daher von dem CDU-Sozialflügel beraten lassen.
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Berlin. Der Außenpolitiker Norbert Röttgen will sich bei seiner Wahl zum CDU-Vorsitzenden auch auf die Expertise des CDU-Sozialflügels stützen. Er habe den stellvertretenden Vorsitzenden der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Dennis Radtke, „gebeten, mich im Falle meiner Wahl bei sozialpolitischen Fragen zu beraten und mir als Brückenkopf zu den Gewerkschaften zur Verfügung zu stehen“, sagte Röttgen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Radtke betonte, er schätze an Röttgen, „dass er nicht vorgibt, in jedem Themenfeld selbst der Experte zu sein, und dort, wo er es nicht ist, offen für Beratung ist“.

Röttgen: Unscharfes soziales Profil der CDU

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Röttgen sagte, ein unscharfes soziales Profil habe massiv zu den Verlusten der CDU bei der Bundestagswahl beigetragen. An manchen Stellen habe man zu wenig auf die gehört, die Experten in der Union für diese Fragen seien. „Ich möchte, dass sich dies ändert.“ CDA-Chef Karl-Josef Laumann und Radtke stünden „auch öffentlich für das soziale Gewissen der Partei“.

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Er wünsche sich, dass beide an führender Stelle Verantwortung in der CDU tragen würden. Dies müssten aber die CDU in Nordrhein-Westfalen und die CDA entscheiden. Die CDU müsse sich gesellschaftlich breiter aufstellen. Die Kontakte zwischen der CDU und den Gewerkschaften dürfe sich nicht nur auf die CDA beschränken, sondern sollten auch Chefsache sein.

Radtke: „Soziale Themen sind keine linken Themen“

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Radtke, der NRW-Landeschef der CDA und Europaabgeordneter ist, sagte, die Debatte über das soziale Profil der CDU sei dringender denn je. Die Partei habe in den vergangenen Jahren „den Eindruck erweckt, als seien die sozialen Fortschritte der großen Koalition mühsam gegen den Willen der Union beschlossen worden. Dieser Eindruck ist falsch und muss sich ändern.“

Wenn Millionen Menschen bei steigenden Mieten und Preisen Angst hätten, nicht mehr über die Runden zu kommen, könne die CDU „nicht so tun, als hätten wir mit diesem Problem nichts zu tun beziehungsweise seine Lösung sei uns egal“. Radtke betonte: „Die CDU muss deutlich machen: Soziale Themen sind keine linken Themen. Und Themen wie Burnout, Einsamkeit, Zukunftsangst sind kein Gedöns, sondern etwas, das sich quer durch die Gesellschaft zieht.“

RND/dpa

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