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Europa-Grüne kritisieren: Noch immer kein Ende der Zeitumstellung in der EU

  • Die Uhren werden in der Nacht zu Sonntag wieder um eine Stunde vorgestellt.
  • Dabei haben Millionen Menschen in der EU schon vor Jahren das Ende der Zeitumstellung gefordert.
  • Die Europa-Grünen verlangen, dass die EU-Regierungen dieses Votum ernst nehmen.
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Brüssel. „Und alle halbe Jahre grüßt das Murmeltier“ – mit Sarkasmus haben die Europa-Grünen die anstehende Zeitumstellung in der Nacht zu Sonntag kritisiert. „Die Zeitumstellung verursacht Schlafstörungen und nervt. Die Zeitumstellung braucht kein Mensch“, sagte die Grünen-Verkehrspolitikerin Anna Deparnay-Grunenberg dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Eigentlich sollten die Uhren am Wochenende zum letzten Mal um eine Stunde von Winter- auf Sommerzeit vorgestellt werden. Doch der Wunsch von Millionen von Europäerinnen und Europäern wird weiter nicht in Erfüllung gehen.

Zeitumstellung: Klares Ergebnis einer Onlinebefragung

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Im August 2018 wollte der damalige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker der jahrelangen Debatte um die Zeitumstellung ein Ende setzen. An einer Onlinebefragung seiner Behörde nahmen 4,6 Millionen Menschen teil, zwei Drittel davon kamen aus Deutschland. Mehr als 80 Prozent forderten ein Ende der Zeitumstellung.

Viele Menschen gaben damals an, dass die Umstellung der Zeit ihre Gesundheit beeinträchtige. Juncker erklärte daraufhin: „Die Zeitumstellung gehört abgeschafft.“ Ein paar Monate später, im März 2019, stimmte das EU-Parlament mehrheitlich dafür, die Zeitumstellung in der EU im Jahr 2021 zu beenden.

Die EU-Kommission forderte damals, dass sich die EU-Mitgliedsstaaten so schnell wie möglich auf eine einheitliche Zeit einigen sollten, um einen Flickenteppich aus Zeitzonen zu vermeiden. Das könnte unangenehme Auswirkungen auf den gemeinsamen Markt in der EU haben, hieß es. Also müssten die 27 Staaten untereinander klären, ob sie dauerhaft die Sommer- oder die Winterzeit haben wollten, so die Kommission.

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Sommerzeit oder Normalzeit? EU-Staaten können sich nicht einigen

Doch seither ist nicht viel passiert. Eine gemeinsame Position ist in weiter Ferne. Und schließlich wurde das Thema auch wegen der Corona-Pandemie in den Winterschlaf versetzt.

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Das Problem: Staaten im hohen Norden der EU haben ein Problem mit der dauerhaften Sommerzeit, weil es dann im Winter morgens erst spät hell würde. EU-Staaten im Osten des Kontinents wollen dagegen vermeiden, dass dauerhaft die Normalzeit gilt, wie die Winterzeit auch genannt wird. Denn dann würde es im Sommer mancherorts schon kurz nach drei Uhr morgens hell.

Die Bundesregierung hat sich bislang noch nicht festgelegt, welche Zeit sie bevorzugt. Das Thema wurde während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 erst gar nicht auf die Tagesordnung gesetzt, und auch die amtierende portugiesische Ratspräsidentschaft macht keine Anstalten, das Zeitproblem engagiert anzugehen.

Es hake im Rat der Mitgliedsstaaten, kritisierte die Grünen-Europaabgeordnete Deparnay-Grunenberg. „Wir fordern die Bundesregierung auf, sich für das Ende der Zeitumstellung stark zu machen.“ Wenn nicht mehr im Frühling und im Herbst an der Uhr gedreht werden müsste, „wäre das auch ein wichtiges Signal, dass die EU-Regierungen die Bürgerinnen und Bürger hören und ihre Anliegen ernst nehmen“, sagte Deparnay-Grunenberg.

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