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Gedenken an Solinger Brandopfer findet trotz Corona statt - aber still

  • Wegen der Corona-Pandemie wird den Opfern des rechtsextremen Brandanschlags von Solingen am Freitagabend still gedacht.
  • Auch Bürger können am Gedenken teilnehmen, sie müssen Mund-Nasen-Schutz tragen und die Abstandsregeln einhalten.
  • Mevlüde Genç, die bei dem Anschlag fünf Familienmitglieder verloren hat, wird nicht anwesend sein.
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Solingen. Das Gedenken an die Opfer des rechtsextremen Brandanschlags von Solingen fällt in diesem Jahr still aus. Grund dafür sei die Corona-Pandemie, teilte die Stadt Solingen mit.

Zu dem Gedenken wollen sich am Freitagabend (19 Uhr) Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD), Mitglieder der Genç-Familie und christliche und muslimische Vertreter am Mahnmal an einer Solinger Schule versammeln. Interessierte Bürger müssen Mund-Nasen-Schutz tragen und die Abstandsregeln einhalten.

Kein Aussetzen oder Verschieben des Gedenkens trotz Corona

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“Ein Virus hat uns die Regie aus der Hand genommen”, sagte Kurzbach. Ein körperliches Zusammenrücken sei 27 Jahre nach dem Anschlag nicht möglich. “Allerdings kann und darf es für mich auch in diesen schwierigen Zeiten kein Aussetzen oder Verschieben des Gedenkens geben”, stellte der SPD-Politiker klar.

Die 77 Jahre alte Mevlüde Genç, die bei dem Anschlag fünf Familienmitglieder verloren hatte, werde diesmal nicht anwesend sein, weil sie zur Corona-Risikogruppe gehöre, sagte ein Sprecher der Stadt.

Aufruf zur Versöhnung schon kurz nach dem Attentat

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In der Nacht des 29. Mai 1993 hatten vier rechtsradikale Männer das Haus der türkischstämmigen Familie Genç in Solingen angezündet. Mevlüde Genç verlor dabei zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte.

Schon kurz nach dem Attentat hatte sie zur Versöhnung aufgerufen. Die NRW-Landesregierung stiftete ihr zu Ehren eine Mevlüde-Genç-Medaille.

RND/dpa

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