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Söder zu Oktoberfest-Attentat: Rechtsradikale nicht mehr unterschätzen

  • Zum Jahrestag des rechtsextremistischen Attentats auf das Oktoberfest hat sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder für die damaligen Versäumnisse entschuldigt.
  • Das Attentat war damals als Einzelfall eingestuft worden.
  • Söder sagte, er gebe ein Schutzversprechen darüber ab, Rechtsradikalismus nicht weiter zu unterschätzen.
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München. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich zum 40. Jahrestag des rechtsterroristischen Oktoberfest-Attentats für damalige Fehleinschätzungen und Versäumnisse entschuldigt. “Es tut mir leid und ich entschuldige mich für die Fehler, die in den Ermittlungen, aber auch in der Einschätzung zu der Tat gemacht wurden”, sagte Söder am Samstag beim Gedenken auf der Theresienwiese.

Er spreche damit als Ministerpräsident und Rechtsnachfolger aller anderen Ministerpräsidenten, aber auch als Verantwortlicher für den Freistaat.

Schutzversprechen gegenüber dem Freistaat

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"Wer Rechtsradikale unterschätzt, versündigt sich an der Demokratie", sagte Söder. Er gebe ein "Schutzversprechen" ab: "Wir werden nicht zulassen, dass Rechtsextremismus, Hass, Antisemitismus, Rassismus geduldet, akzeptiert oder irgendwie unterschätzt werden." Vielmehr werde sich der Freistaat mit ganzer Kraft dagegen stellen.

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Polizeibeamte markieren den Tatort, an dem am späten Abend des 26. Septembers 1980 die Bombe detonierte.  @ Quelle: picture-alliance / dpa

Söder würdigte insbesondere die Opfer - die Angehörigen und Überlebenden. "Wir verneigen uns", sagte der Ministerpräsident. "Wir werden diesen Tag nie vergessen."

13 Tote, Hunderte Verletzte

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Bei dem schwersten rechtsextremen Anschlag in der Geschichte der Bundesrepublik hatte am 26. September 1980 eine Bombe zwölf Wiesnbesucher sowie den rechtsextremen Bombenleger Gundolf Köhler in den Tod gerissen. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt.

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Steinmeier verkündet auf der Gedenkfeier zum Oktoberfest-Attentat vor 40 Jahren eine eindringliche Aufforderung, etwas gegen Rechtsextremismus zu tun.  © Reuters
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Die Bundesanwaltschaft hatte nach neuen Ermittlungen festgestellt, dass Köhler aus rechtsextremistischer Motivation handelte. In den 1980er Jahren war der Anschlag offiziell als Tat eines Einzelnen aus persönlichem Frust dargestellt worden.

RND/dpa

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