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Ohne Priorisierung: Söder für baldige freie Verimpfung von Astrazeneca-Impfstoff

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Berlin. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht die Skepsis von Bürgern bei einer Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff kritisch und spricht sich dafür aus, die Priorisierung hier bald aufzugeben. „Beim Impfen haben wir nun ein Problem. Wir haben zwar mehr Impfstoff, können diesen aber nur schwer verimpfen, weil es bei Astrazeneca eine grundlegende Zurückhaltung gibt“, sagte Söder dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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„Wenn es so weitergeht, werden wir auf einem Berg von Astrazeneca-Impfdosen sitzenbleiben. Das kann niemand wollen bei einem Impfstoff, der gut schützt.“

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Auf die Frage, ob bei diesem Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns die Priorisierung aufgegeben und damit für alle Impfwillige freigegeben werden sollte, sagte Söder, natürlich sei es jetzt gut, Lehrer und Erzieher und die Polizei vorzeitig zu impfen. „Aber es gibt noch unzählige Menschen, die sich impfen lassen wollten, jedoch noch lange nicht dran seien.

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„Sollte sich der Trend bei Astrazeneca fortsetzen, hat es keinen Sinn, dafür ständige neue Priorisierungen vorzunehmen. Sinnvoll wäre es dann, Astrazeneca gleich über die Ärzteschaft zu verimpfen. Denn wir sollten so rasch wie möglich alles verimpfen, was geht.“

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Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach begrüßte die Äußerungen von Söder. “Es würde jetzt Sinn machen, den Astrazeneca-Impfstoff für alle unter 65 in den ersten drei Priorisierungsgruppen frei zu geben”, sagte er dem RND. “Dann könnte sichergestellt werden, dass sowohl die richtigen Risikogruppen geimpft werden als auch, dass auch kein Impfstoff liegen bleibt”, betonte er.

In Deutschland sind derzeit drei Wirkstoffe zugelassen. Die Stoffe von Biontech/Pfizer und von Moderna können für alle Volljährigen verwendet werden; der Impfstoff von Astrazeneca wird wegen fehlender Studiendaten bei älteren Menschen derzeit nur bei Menschen unter 65 Jahre genutzt.

Laut Robert-Koch-Institut liegt der Anteil der bereits genutzten Astrazeca-Lieferungen derzeit bundesweit bei nur 16,5 Prozent. In Thüringen und Sachsen lag zuletzt sogar noch fast der komplette Astrazeneca-Impfstoff auf Halde. Die Übersicht bezieht sich auf Impfungen bis einschließlich Dienstag.

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Das ganze Interview mit Markus Söder lesen Sie ab Freitagfrüh auf RND.de.

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