Slowakei: Lockerungen im Inland, Bremse bei Grenzöffnung

  • In der Corona-Krise lockert auch die Slowakei weitere Einschränkungen und kassiert etwa die Maskenpflicht.
  • Regierungschef Igor Matovic rudert bei der von Außenminister Ivan Korcok verkündeten Grenzöffnung zu Österreich und Tschechien derweil zurück.
  • Dies tut er mit deutlichen Worten.
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Bratislava. Die Slowakei hat weitere coronabedingte Einschränkungen für das Wirtschaftsleben gelockert. Bei Plänen einer Grenzöffnung zu den Nachbarländern stieg der konservative Regierungschef Igor Matovic hingegen wieder auf die Bremse.

Im Straßenbild sichtbarste Lockerungsmaßnahme war der Wegfall der Maskenpflicht im Freien. Bisher durfte man in der Slowakei ohne Bedeckung von Mund und Nase nicht einmal die eigenen vier Wände verlassen. Seit Mittwoch müssen die Schutzmasken nur mehr in Innenräumen getragen werden.

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Ebenfalls ab Mittwoch durften Einkaufszentren, Kinos und Theater unter strengen Bedingungen wieder öffnen. Von berufstätigen Eltern kritisiert wurde, dass ungeachtet aller Lockerungen für Firmen die Schulen und Kindergärten nicht vor dem 1. Juni wieder öffnen dürfen.

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In der Außenpolitik zeigt sich hingegen Uneinigkeit in der Vier-Parteien-Koalition aus Konservativen, Rechtspopulisten und Liberalen. Kaum hatte der von den Liberalen nominierte Außenminister Ivan Korcok am Mittwoch darüber informiert, dass Österreich und Tschechien eine Art "Mini-Schengen" unter Einbeziehung der Slowakei planten, stellte Regierungschef Matovic das Projekt infrage: Über Grenzöffnungen hätten nicht Ministerien zu entscheiden, sondern die Gesundheitsexperten. Der Schutz der Grenzen sei wichtig, "damit wir das Virus nicht wieder einschleppen", warnte der 47-Jährige.

Die Slowakei weist eine der niedrigsten Covid-19-Infektionsraten in Europa auf. Bis Mittwoch verzeichnete das 5,4 Millionen Einwohner zählende Land nur 1496 bestätigte Infektionsfälle und lediglich 28 Corona-Tote. Die Regierung führt diese im Vergleich zu allen Nachbarländern außerordentlich günstigen Zahlen auf ihre radikalen Schutzmaßnahmen zurück und beharrt daher auf einer Abschottung.

RND/dpa

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