Sind Sie froh, das hier lesen zu können?

  • Heute ist internationaler Tag der Pressefreiheit.
  • Ein Grund, sich zu freuen, dass es sie in Deutschland gibt – auch wenn es nicht mehr so gut um sie bestellt ist wie vor der Pandemie.
  • Wir feiern sie trotzdem mit ein paar besonderen Leseempfehlungen zum Wochenbeginn.
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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

Journalistinnen und Journalisten können nicht von allen geliebt werden. Man könnte sagen, es widerspreche den Grundzügen ihres Handwerks. Denn erst dort, wo es unbequem, kritisch und konfrontativ wird, kommt der Journalist dem nahe, was der Leser, Hörer oder Zuschauer von ihm erwartet. Das könnte so etwas sein wie Wahrheit, Orientierung und Information – oder auch mal eine süße Tiergeschichte. Das Leben ist immerhin nicht ausschließlich ernst.

Aber ums Geliebtwerden geht es am heutigen Tag auch nicht. Vielmehr geht es um Angriffe, Beleidigungen und Drohungen, die vielen Berichterstattern in den vergangenen Monaten ihre Arbeit deutlich erschwert haben. Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat Deutschland im Ranking der internationalen Pressefreiheit daher kürzlich von Platz elf auf Platz 13 herabgestuft.

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Die Gefahr, während der Pressearbeit Opfer eines tätlichen Angriffs zu werden, hat sich 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 627 Prozent erhöht.

Jörg Reichel, Landesgeschäftsführer der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU)

RND-Reporter Felix Huesmann war in der Pandemie schon mehrfach auf Demonstrationen im Einsatz, zuletzt bei den Protesten am 1. Mai in Berlin. Im RND-Podcast „Unsere Story“ hat er davon berichtet, wie es ihm damit erging, den Angriff auf den Reichstag im August 2020 zu begleiten – und wie er mit Anfeindungen und Bedrohungen umgeht.

Gäbe es die Arbeit von Journalisten nicht, würde Ihnen heute unter anderem Folgendes entgehen:

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Um Ihnen solche Geschichten auch in Zukunft zu liefern, werden wir weiter kritisch für Sie berichten und treffen hoffentlich bald wieder auf weniger Hass und Anfeindungen – und dafür auf mehr konstruktive Kritik.

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Zitat des Tages

Der nächste Kanzler wird ein Sozialdemokrat sein.

Olaf Scholz, Kanzlerkandidat der SPD, gibt sich mit Blick auf die Bundestagswahl im September selbstbewusst.

Leseempfehlungen

Pressekonferenzen von Politikern haben oft etwas von „Und täglich grüßt das Murmeltier“. In Corona-Zeiten noch viel mehr, wie das Video von RND-Videoredakteur Marc Mensing zeigt. Deswegen empfehlen wir Ihnen das etwas andere „Best-of“ der Corona-Gipfel.

Video
„Schwierigste Phase“: die besten Floskeln aus einem Jahr Corona-Gipfel
2:56 min
Seit über einem Jahr hat die Pandemie das öffentliche Leben im Griff. Die Corona-Gipfel jedoch drehen sich im Kreis.  © Bundespresseamt/RND
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Der französische Verteidiger Dayot Upamecano wechselt im Sommer für geschätzte 43 Millionen Euro Ablöse von RB Leipzig zum Rekordmeister FC Bayern München. Im Interview mit dem Sportbuzzer hat der Abwehrrecke unter anderem über die Gründe für seinen Transfer sowie den Wechsel von Trainer Julian Nagelsmann, der ihm zum FCB folgt, gesprochen.

Aus unserem Netzwerk: viele Infektionen in Hochhaus­siedlungen

Viele Wohnparteien, viele Menschen – ein Paradies für das Coronavirus? In der dritten Welle sind laut einer Kinderärztin aus Hannover besonders Menschen in beengten Wohnverhältnissen betroffen. Besonders deutlich werde das, seitdem Kinder und Jugendliche in den Schulen auf das Virus getestet würden. Im Interview mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ schildert die Ärztin ihre Beobachtungen – und spricht auch über die immer größer werdende psychische Belastung für Kinder.

Termine des Tages

Inwiefern können Kinder als Infektionstreiber gelten? Forscher der Universität Würzburg präsentieren heute Ergebnisse einer Corona-Studie für Kitas. Dementsprechend sollen Maßnahmen zur frühzeitigen Entdeckung von Sars-CoV-2-Infektionen bei Kindern im Vorschulalter vorgeschlagen werden.

Auch nach dem 1. Mai geht es weiter mit Demonstrationen: Die IG Metall führt ganztägig Warnstreiks in Berlin, Brandenburg und Sachsen durch.

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Wer heute wichtig wird

Blaulicht flackert, auf der Straße liegen Fetzen von Kostümen – und mittendrin liegt ein zerstörter Bollerwagen: Dieses Bild zeigte sich kurz nach dem schrecklichen Vorfall am 24. Februar 2020 im nordhessischen Volkmarsen. Kurz zuvor hatte ein damals 29-jähriger Mann sein Auto in den Rosenmontags­umzug gesteuert. 90 Menschen wurden verletzt, teilweise schwer – darunter auch Kinder. Heute steht der Tatverdächtige vor dem Landgericht Kassel. © Quelle: Uwe Zucchi/dpa

Der Podcast des Tages

Wenn viele Schüler arm sind und oft auch nicht gut Deutsch sprechen, stehen Schulen vor riesigen Herausforderungen. Fehlt es an Unterstützung, kapitulieren manche Kollegien. RND-Haupt­stadt­korres­pondent Tobias Peter spricht darüber mit einer Lehrerin, die ein Jahr lang an „der Grundschule des Grauens“ gearbeitet hat, wie sie es nennt. In diesem Podcast geht es alle zwei Wochen um das Thema Schule.

„Der Tag“ als Podcast

Die News zum Hören

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag,

Ihr Nils Oehlschläger

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