Sigmar Gabriel verzichtet auf Posten als Autolobbyist

Sigmar Gabriel im Bundestag. (Archivfoto)

Sigmar Gabriel im Bundestag. (Archivfoto)

Berlin. Sigmar Gabriel wird nun doch nicht neuer Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Der frühere SPD-Politiker sagte dem Berliner „Tagesspiegel“, er habe sich entschieden, „nach reiflicher Überlegung und aufgrund anderer Aufgaben“ für dieses Amt nicht zur Verfügung stehen.

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Ende Oktober hatte die Meldung die Runde gemacht, Gabriel gelte als Favorit für den Chefposten beim VDA. Der Politiker selbst hatte sich lediglich mit den Worten geäußert, er sei nicht vom Verband angefragt worden. Der Zeitung sagte er nun, dass es ohne Zweifel „eine spannende und herausfordernde Aufgabe“ sei. Auch empfände er es als Ausdruck großen Vertrauens, dass ihm diese Aufgabe zugetraut worden sei. „Ich danke zugleich für die Offenheit, die in einem ersten sehr konstruktiven Gespräch am vergangenen Wochenende auch große Übereinstimmungen hinsichtlich der künftigen Aufgaben des VDA gezeigt hat“, so Gabriel weiter.

Auch dem „Handelsblatt“ und dem „Spiegel“ sagte Gabriel dies. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) wollte die Berichte am Dienstag nicht kommentieren.

Der VDA muss sich einen neuen Präsidenten suchen, da der frühere Ford-Manager Bernhard Mattes Ende September überraschend seinen Rücktritt erklärt hatte. Der frühere Ford-Manager ist erst seit März 2018 VDA-Präsident, seine Amtszeit lief eigentlich bis Ende 2020. Als mögliche Nachfolger waren zuletzt Gabriel sowie auch die frühere CDU-Politikerin und Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Hildegard Müller, im Gespräch.

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Der VDA ist einer der einflussreichsten Lobbyverbände in Deutschland, die Autobranche mit mehr als 800.000 direkt Beschäftigten eine Schlüsselindustrie. Der Verband gilt als schwer zu führen, weil er die verschiedenen Interessen der Hersteller sowie der Zulieferer unter einen Hut bringen muss. Die Autoindustrie steht seit Jahren wegen des Dieselskandals schwer unter Druck. Ein weiteres großes Thema ist die Klimadebatte und der angepeilte Umbau des Autoverkehrs in Richtung E-Mobilität.

Gabriel ist Vorsitzender der Atlantik-Brücke und hatte vor wenigen Tagen sein Bundestagsmandat niedergelegt.

RND/das/dpa

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