• Startseite
  • Politik
  • Sieg in Georgia: Demokraten gewinnen laut Prognosen Mehrheit im Senat

Sieg in Georgia: Demokraten gewinnen laut Prognosen Mehrheit im Senat

  • Wie US-Medien berichten haben die Demokraten auch den zweiten Sitz im Senat im Bundesstaat Georgia gewonnen.
  • Der Demokrat John Ossoff setzt sich gegen seinen republikanischen Konkurrenten David Perdue durch.
  • Damit kann die Partei den Senat kontrollieren - und Biden erhält einen großen Vorteil für seine Präsidentschaft.
Anzeige
Anzeige

Die Demokraten des künftigen US-Präsidenten Joe Biden haben sich bei wichtigen Stichwahlen in Georgia die Kontrolle über den Senat gesichert. Beide demokratische Kandidaten bezwangen nach Zählung der Nachrichtenagentur AP ihre republikanischen Gegner und kehrten damit die Kräfteverhältnisse in der Kongresskammer um. Biden hat dadurch deutlich mehr Freiraum für seine Regierungsvorhaben, die die Republikaner nun nicht mehr blockieren können. Allerdings wurde der Wahlausgang vom Chaos am US-Kapitol überschattet: Anhänger des scheidenden Präsidenten Donald Trump stürmten das Kongressgebäude, nachdem dieser sie aufgestachelt hatte.

Video
Demokraten gewinnen Georgia
1:26 min
Beide Kammern im US-Kongress, Repräsentantenhaus und Senat, können in Zukunft von den Demokraten dominiert werden.  © Reuters

Nach dem Auszählungskrimi bei der US-Präsidentschaftswahl war auch das Rennen um die zwei Senatssitze in Georgia eine extrem knappe Entscheidung gewesen. Die Demokraten mussten beide republikanische Sitze erobern, um die Kontrolle über den Senat zu übernehmen. Den Republikanern hätte einer gereicht, um die Mehrheit in der Kongresskammer zu behalten. Der Ausgang des zweiten Senatsrennens war erst am späten Mittwochnachmittag (Ortszeit) klar, fast 24 Stunden nach Schließung der Wahllokale. Der Demokrat Jon Ossoff setzte sich dabei gegen den republikanischen Senator David Perdue durch.

Anzeige

Auch bei Stichwahl im Senat: Millionen Menschen entscheiden sich für Briefwahl

Bei der Präsidentschaftswahl in Georgia hatte Biden dank vieler Briefwahlstimmen Amtsinhaber Donald Trump auf den letzten Metern der Auszählung noch überholt. Er gewann letztlich mit einem Vorsprung von nur rund 12 000 Stimmen, bei fünf Millionen abgegebenen Stimmzetteln.

Auch bei den Stichwahlen um den Senat wählten mehr als drei Millionen Menschen bereits vor dem eigentlichen Wahltag per Briefwahl oder vorzeitiger Stimmabgabe, wovon wieder die Demokraten profitierten. In Fulton County mit der eher demokratisch geprägten Metropole Atlanta war die Beteiligung am Wahltag selbst sogar höher als bei der Wahl im November. Vor allem die überdurchschnittlich hohe Wahlbeteiligung unter schwarzen Wählern kam den Demokraten nach Einschätzung von Beobachtern zugute.

Mehrheit im Senat großer Vorteil für Biden

Die Stichwahlen um die beiden Senatssitze waren nötig geworden, weil bei der Wahl im November keiner der Kandidaten auf die nötige absolute Mehrheit gekommen war. Im zweiten Rennen siegte der Demokrat Raphael Warnock gegen die Republikanerin Kelly Loeffler.

Die Mehrheit im Senat erleichtert es Biden nicht nur, Gesetzesvorhaben im Kongress durchzubringen, sondern auch seine Ministerkandidaten, die vom Senat bestätigt werden müssen. Mit den beiden Sitzen Georgias kommen die Demokraten auf 50 der 100 Mandate und damit auf ebenso viele wie die Republikaner. Bei einem Patt würde allerdings die Stimme der designierten Vizepräsidentin Kamala Harris den Ausschlag für die Demokraten geben. Im Repräsentantenhaus, der zweiten Kongresskammer, haben die Demokraten im November knapp ihre Mehrheit verteidigt.

RND/AP

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen