Sicherung der Bernd-Lucke-Vorlesungen kostet Uni viel Geld

  • Nachdem AfD-Mitgründer Bernd Lucke bei seinen Vorlesungen an der Universität Hamburg mehrfach von Demonstranten gestört worden ist, war ein privater Sicherheitsdienst notwendig.
  • Die Kosten dafür sind hoch, wie die Uni jetzt mitgeteilt.
  • Der Einsatz von Universitätspersonal lässt sich derweil noch nicht beziffern.
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Hamburg. Die Sicherung der Makroökonomie-Vorlesungen des AfD-Mitgründers und Wirtschaftswissenschaftlers Bernd Lucke hat die Universität Hamburg bereits 107.000 Euro gekostet. Dabei handle es sich allein um die Ausgaben für einen privaten Sicherheitsdienst, der den Zugang zu den Vorlesungen kontrolliere, teilte die Uni dem "Hamburger Abendblatt" mit. Weitere Kosten, die etwa durch den Einsatz von Universitätspersonal entstanden seien, ließen sich noch nicht genauer beziffern, hieß es.

Störungen hatten bundesweite Debatte ausgelöst

Lucke war zum Wintersemester an seinen Lehrstuhl für Volkswirtschaft zurückgekehrt, nachdem er nicht erneut in das Europäische Parlament eingezogen war. Die Störungen seiner beiden ersten Vorlesungen im Oktober hatten eine bundesweite Debatte über Meinungsfreiheit in Deutschland ausgelöst. Die folgenden Vorlesungen konnte er nur unter Polizeischutz abhalten.

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Lucke ist ordentlicher Professor und Beamter des Landes. Aus der AfD, die er 2013 mitgegründet hatte, war er im Juli 2015 ausgetreten.

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Proteste an Hamburger Uni gegen AfD-Mitbegründer Lucke
1:30 min
Bernd Lucke wollte an der Universität Hamburg eigentlich eine Vorlesung über Makroökonomie halten. Dazu kam es aufgrund von Protesten jedoch nicht  © dpa

RND/dpa