Sicherheit an Bahnhöfen: Seehofer berät bei Gipfel über Maßnahmen

  • Ende Juli starb ein Achtjähriger im Frankfurter Hauptbahnhof: Ein 40-Jähriger aus Eritrea hatte ihn vor einen einfahrenden ICE-Zug geschubst.
  • Die Tat erschütterte die Republik.
  • Innenminister Horst Seehofer (CSU) versprach mehr Sicherheit an Bahnhöfen. Darüber will er an diesem Mittwoch mit Bahn beraten.
|
Anzeige
Anzeige

Berlin. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will an diesem Mittwoch bei einem Spitzentreffen mit der Deutschen Bahn über Maßnahmen für mehr Sicherheit an Bahnhöfen beraten. Es gehe um Konsequenzen aus der tödlichen Attacke am Frankfurter Hauptbahnhof von Ende Juli, wurde dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) in Regierungskreisen bestätigt. An dem Gespräch sollen unter anderem Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla teilnehmen.

Nach RND-Informationen drängt Seehofer auf umfassende Maßnahmen. Die Bahn hatte sich zuletzt skeptisch mit Blick auf Forderungen geäußert, nur noch Ticketinhabern den Zugang zu Bahnsteigen zu erlauben.

Am 29. Juli hatte ein 40-jähriger Mann aus Eritrea eine Frau und deren achtjährigen Sohn vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Das Kind wurde vom Zug erfasst und starb an seinen Verletzungen. Innenminister Seehofer hatte danach erklärt, die Sicherheit an Bahnhöfen sei nicht so gut, dass man sie nicht verbessern könnte. Es sei die Pflicht der Politik, Überlegungen anzustellen und Konsequenzen aus solchen Vorfällen zu ziehen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Lesen Sie auch: Tod am Frankfurter Hauptbahnhof: Defekte Kamera verhinderte Aufzeichnung der Tat