Nach Teilnahme an Sexparty: Orbán kritisiert Parteifreund Szájer

  • Trotz der strikten Corona-Regeln hatte der ungarische Politiker József Szájer an einer Sexparty in Brüssel teilgenommen.
  • Sein Mandat als EU-Abgeordneter gab er auf.
  • Ungarns Regerierungschef Orbán kritisierte seinen Parteifreund nun scharf.
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Berlin. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat den von seinem Mandat zurückgetretenen EU-Abgeordneten József Szájer scharf kritisiert, nachdem dieser die Teilnahme an einer Sexparty trotz Pandemie eingestanden hatte.

Szájers Handeln sei „inakzeptabel und nicht zu rechtfertigen“, heißt es laut Nachrichtenagentur AFP in einer Erklärung Orbáns, wie etwa der „Spiegel“ oder die „Berliner Morgenpost“ berichten. Das Verhalten entspreche nicht „den Werten unserer politischen Familie”“

Nach seinem überraschenden Verzicht auf sein Mandat als Europaabgeordneter hatte Szájer die Teilnahme an der illegalen Party in Brüssel eingeräumt. „Ich war anwesend“, schrieb der 59-Jährige, der Mitglied der ungarischen Regierungspartei Fidesz ist, in einer Stellungnahme vom Dienstag. Mit dem Rücktritt vom Sonntag, der zum neuen Jahr wirksam wird, habe er die politischen und persönlichen Konsequenzen gezogen. „Er hat die einzig richtige Entscheidung getroffen“, teilte die Fidesz-Delegation am Dienstag mit.

Szájer war zuletzt Leiter der Delegation in der Fraktion der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP), der auch CDU und CSU angehören.

RND/das/dpa

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