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Sergej Chruschtschow: Sohn von Ex-Sowjet-Chef in USA gestorben

Sergej Chruschtschow steht am Checkpoint Charlie vor der Alliierten Kontrollbaracke anlässlich der Enthüllung einer Gedenktafel.

Sergej Chruschtschow steht am Checkpoint Charlie vor der Alliierten Kontrollbaracke anlässlich der Enthüllung einer Gedenktafel.

Moskau/Cranston. Im Alter von 84 Jahren ist in den USA der Wissenschaftler Sergej Chruschtschow, Sohn des sowjetischen Partei- und Staatschefs Nikita Chruschtschow (1894-1971), gestorben. Das teilte Nina Chruschtschowa, Enkelin des einstigen Kremlchefs, der Staatsagentur Tass zufolge am Freitag mit. Der frühere Raketenbauer und Historiker für Fragen des Kalten Krieges starb demnach am Donnerstag in Cranston (US-Staat Rhode Island).

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Sergej Nikititsch Chruschtschow (Sergei Khrushchev) hatte nach seiner Übersiedlung in die USA an der Brown University in Providence (US-Staat Rhode Island) Vorlesungen zur Geschichte des Kalten Krieges gehalten.

Er war auch Buchautor und Publizist. Chruschtschow hatte seinen Vater 1959 auf einer US-Reise begleitet und war zu Sowjetzeiten an der Entwicklung von ballistischen Raketen beteiligt.

Übersiedlung in die USA nach Zusammenbruch der Sowjetunion

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion siedelte er 1991 in die USA über, wo er auch die Staatsbürgerschaft erhielt. Zu den bis heute umstrittensten Entscheidungen des sowjetischen Staatschefs Chruschtschow gehörte die Übertragung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim von Russland an die Ukraine 1954. Nach Russlands Annexion der Krim erklärte der Chruschtschow-Sohn 2017 dazu, dass dies keine politische, sondern eine wirtschaftliche Entscheidung gewesen sei.

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Hintergrund sei es damals gewesen, den Bau des Nord-Krim-Kanals zur Bewässerung der Halbinsel in die juristische Zuständigkeit der Ukraine zu geben. Auf der Krim herrscht ständig Wassermangel, weshalb die Halbinsel auf die Versorgung vom Festland angewiesen ist. Die Ukraine stoppte die Wasserzufuhr 2014 nach der Annexion.

RND/dpa

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