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„Keinen eingefrorenen Konflikt akzeptieren“

Selenskyj: Kein Friedensabkommen ohne russischen Abzug

28.04.2022, Ukraine, Kiew: Dieses vom Pressebüro des ukrainischen Präsidenten zur Verfügung gestellte Foto zeigt Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit UN-Generalsekretär Guterres. Selenskyj hat am Mittwoch angekündigt, kein Friedensabkommen akzeptieren zu wollen, solange sich russische Truppen auf ukrainischem Boden befinden.

28.04.2022, Ukraine, Kiew: Dieses vom Pressebüro des ukrainischen Präsidenten zur Verfügung gestellte Foto zeigt Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit UN-Generalsekretär Guterres. Selenskyj hat am Mittwoch angekündigt, kein Friedensabkommen akzeptieren zu wollen, solange sich russische Truppen auf ukrainischem Boden befinden.

Kiew. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine rote Linie für eine Vereinbarung mit Moskau zur Beendigung des Krieges gezogen. Sein Land könne keinen Deal akzeptieren, der russischen Truppen gestatte, in besetzten Gebieten zu bleiben, sagte er zu Teilnehmern einer Veranstaltung des „Wall Street Journal“ am Mittwoch.

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Er erklärte, die ukrainischen Streitkräfte hätten in einer ersten Phase des Konflikts die russische Offensive aufgehalten. In einer zweiten Phase werde die Ukraine die russischen Truppen von ihrem Territorium vertreiben. Und in der dritten Phase werde sich das Land um die vollständige Wiederherstellung seiner territorialen Integrität bemühen.

Selenskyj sagte, er werde kein Waffenstillstandsabkommen akzeptieren, das den russischen Streitkräften erlauben würde, in ihren derzeitigen Positionen zu verbleiben. Er pochte darauf, dass die Ukraine „keinen eingefrorenen Konflikt akzeptieren“ werde. Weitere Angaben dazu machte er nicht. Er warnte vor einer „diplomatischen Zwickmühle“ wie der Friedensvereinbarung für die Ostukraine von 2015, die von Frankreich und Deutschland vermittelt wurde.

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Mit dem Beschuss soll offenbar verhindert werden, dass weitere Waffen aus dem Westen in die Ukraine geliefert werden können.

Im Jahr 2014 hatte Russland die ukrainische Halbinsel Krim annektiert und eine separatistische Rebellion im industriellen Kernland der Ukraine, dem Donbass, unterstützt. Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Anerkennung der russischen Souveränität über die Krim sowie der Unabhängigkeit der Separatistenregionen im Donbass als Schlüsselbedingungen für eine Einstellung der Feindseligkeiten genannt.

Selenskyj betonte, Putin müsse bereit sein, sich mit ihm zu treffen, um jeglichen Deal zur Beendigung der Kämpfe zu verhandeln. Er sagte, es sei wichtig, Friedensgespräche fortzusetzen, betonte aber, dass „bis der russische Präsident es unterzeichnet oder eine offizielle Erklärung abgibt, ich keinen Sinn in solchen Vereinbarungen sehe“.

RND/AP

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