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„Sehe aus wie ein Wischmopp“: Manuela Schwesig will wieder zum Friseur, ist aber trotzdem glücklich

  • Eine Twitter-Nutzerin macht einen Witz über die Frisur von Manuela Schwesig.
  • Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern reagiert darauf mit Humor.
  • Sie erinnert aber auch an eine für sie persönlich schwierige Zeit.
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Ob Politikerin oder nicht: Der gewohnte Gang zum Friseur ist im Moment in Deutschland nicht erlaubt. Das ist auch Manuela Schwesig anzusehen, der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Sie trägt ihre Haare derzeit länger als es zuvor der Fall war.

Eine Twitter-Nutzerin postete ein entsprechendes Foto mit dem Hinweis, dass die SPD-Politikerin „bestimmt auch schon zwei Friseurtermine saußen(sic!) ließ“.

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Schwesig griff den Post auf und kommentierte: „Stimmt, ich sehe aus wie ein Wischmopp und würde, wie viele andere, gerne wieder zum Friseur.“ Sie sei aber trotzdem glücklich, denn sie habe jetzt mehr Haare als im ersten Shutdown.

Damit spielt Schwesig auf ihre Krebserkrankung an, die sie im Jahr 2019 öffentlich gemacht hatte. Im Mai 2020 – also nach dem ersten Corona-Lockdown – hatte sie sich zurückgemeldet und verkündet, sie sei wieder gesund. Seinerzeit war sie mit deutlich kürzeren Haaren zu sehen als vor ihrer Erkrankung.

„Es war bisher der schwerste Kampf in meinem Leben“, hatte Schwesig im Mai gesagt. Sie habe die Krebstherapie gut überstanden. Darüber sei sie froh und dankbar, auch wenn es keine Garantie gebe und ein Restrisiko bleibe. Deshalb werde sie weiter in medizinischer Behandlung und Kontrolle bleiben. Die Freude über die Heilung ist ihr auch in diesem Tweet noch anzumerken.

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Wann die Deutschen wieder mit Freude zum Friseur gehen können, ist hingegen weiter unklar. Nächste Woche wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Manuela Schwesig und die Länderchefs wieder beraten, wie es mit den Corona-Regeln weitergehen soll. Friseurbesuche könnten dabei eine Rolle spielen.

Friseursalons sollten nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer bald wieder öffnen dürfen. „Ich bin in der aktuellen Situation ganz klar für eine Verlängerung der Corona-Schutzmaßnahmen“, sagte der CSU-Politiker dem „Spiegel“. „Wir sollten aber diejenigen Maßnahmen zurücknehmen, die ganz offensichtlich keine Schutzwirkung entfalten“, fügte er hinzu.

Bei den Friseuren habe sich „regelrecht ein Schwarzmarkt“ entwickelt. Immer mehr Menschen würden sich auf anderen Wegen und dann eben auch ohne Hygienekonzepte die Haare schneiden lassen. Das sei viel gefährlicher, als Friseurläden mit einem strengen Hygienekonzept die Öffnung zu gestatten.

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Den Bildern nach zu urteilen hält sich Schwesig an die Regeln. Und von einer Wischmoppoptik ist ihr Haar noch weit entfernt.

pach/dpa/RND

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