• Startseite
  • Politik
  • Seenotrettung: „Open-Arms“-Rettungsschiff mit Migranten erreicht Küste Italiens

Seenotrettung: „Open-Arms“-Rettungsschiff mit Migranten erreicht Küste Italiens

  • Mit rund 250 aus Seenot geretteten Menschen an Bord hat das Rettungsschiff der Hilfsorganisation “Open Arms” die italienische Küste erreicht.
  • Die Helfer hatten bei einer Aktion vor Libyen mehr als 110 Migranten aus dem Wasser geborgen.
  • Fünf Menschen waren bei der Rettung bereits tot, ein Baby verstarb kurz danach.
Anzeige
Anzeige

Rom. Das Schiff der Hilfsorganisation Open Arms hat mit rund 250 aus Seenot geretteten Menschen an Bord die italienische Küste erreicht. Die Menschen würden auf ein Schiff vor der Westküste der italienischen Insel Sizilien gebracht, wo sie zunächst in Quarantäne blieben, teilte die Organisation am Samstag mit. Die Geflüchteten seien bei insgesamt drei Rettungsaktionen am Dienstag und Mittwoch aufgenommen worden.

Die Retter der spanischen Organisation hatten unter anderem bei einer Aktion am Mittwoch mehr als 110 Migranten vor Libyen aus Seenot geborgen. Wie Open Arms am Donnerstag mitteilte, zog die Mannschaft bei dem Einsatz fünf Menschen bereits tot aus dem Wasser. Ein Baby, das wenig später starb, erhöhte die Zahl der Toten auf sechs.

Video
Das Schiff "Open Arms" rettet über 200 Migranten
0:50 min
Das NGO-Schiff "Open Arms" hat die Flüchtlinge am Mittwoch von einem sinkenden Boot vor der libyschen Küste entdeckt und gerettet.  © Reuters
Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Mutter des toten Jungen ist auf Lampedusa

Nach Angaben der Organisation brachte die italienische Küstenwache die Mutter des toten Jungen aus Guinea, dessen Name mit Joseph angegeben wurde, und eine schwangere Frau auf die Insel Lampedusa. Drei Migranten, darunter ein weiteres Baby, seien aus medizinischen Gründen nach Malta geflogen worden, hieß es.

Viele Menschen legen weiterhin in kleinen Booten in den nordafrikanischen Ländern Tunesien und Libyen ab, um nach Europa zu gelangen. Auf der Insel Lampedusa landeten in den vergangenen Tagen mehrere Boote mit Hunderten Menschen. Insgesamt kamen in Italien nach offiziellen Zahlen 2020 bisher fast 31 000 Migranten an. 2019 waren es im gleichen Zeitraum knapp 10 000 Menschen gewesen.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen