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Seehofer: Bereit zu rascher Flüchtlingaufnahme aus Griechenland

  • Deutschland und andere EU-Staaten haben zugesagt, mindestens 1600 unbegleitete Kinder aus den völlig überfüllten Flüchtlingslagern auf den Ägäis-Inseln aufzunehmen.
  • Wegen der Corona-Krise kommt es zu Verzögerungen bei den Umsiedlungen.
  • Innenminister Horst Seehofer stehe aber zu seiner Zusage, sagte ein Ministeriumssprecher.
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Berlin/Brüssel. Ungeachtet der Corona-Krise ist die Bundesregierung für eine schnelle Aufnahme Minderjähriger aus den Flüchtlingscamps auf den griechischen Inseln bereit. Innenminister Horst Seehofer stehe zu seiner Zusage, sagte Ministeriumssprecher Steve Alter am Freitag in Berlin. Mit Blick auf die Organisation der EU-Kommission sagte er: “Nach unserer Erkenntnis kommt da Bewegung rein.” Er könne nicht genau sagen, wann es so weit sein wird, aber “wir sehen da auch Fortschritte”.

Verzögerungen wegen Corona

EU-Innenkommissarin Ylva Johansson hofft auf einen baldigen Beginn der Umsiedlungen. "Ich hoffe jetzt, dass die ersten Kinder nächste Woche in Aufnahmeländer gebracht werden können", sagte die Schwedin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitag). Deutschland und Luxemburg seien mit ihren Vorbereitungen am weitesten.

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Deutschland und einige andere EU-Staaten hatten zugesagt, mindestens 1600 unbegleitete Kinder und andere Migranten aus den völlig überfüllten Lagern auf den Ägäis-Inseln aufzunehmen. Ein Kommissionssprecher hatte kürzlich gesagt, wegen des Coronavirus komme es zu Verzögerungen.

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Im „Dschungel“ am Rande Europas - Teil 1: Die Flüchtlinge
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Der Dschungel – So nennen die Betroffenen die rasch wachsende Flüchtlingssiedlung auf der griechischen Insel Samos.  © RND

Wie viele Minderjährige nimmt Deutschland auf?

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Ob Deutschland am Ende 250 oder 400 Minderjährige aufnehmen wird, ist allerdings bis heute ebenso ungeklärt wie die Frage, wann sie aus Griechenland abreisen werden. "Die Bundesregierung steht hierzu in intensivem Austausch mit den europäischen Partnern, um zeitnahe Übernahmen von den griechischen Inseln zu gewährleisten", hieß es aus dem Innenministerium.

Die EU-Kommission organisierte am Freitag eine Videoschalte mit jenen EU-Staaten, die ihre Bereitschaft zur Aufnahme der Kinder und Jugendlichen bereits bekundet oder signalisiert haben. Dort sollte das geplante Verfahren zur Umsiedlung vorgestellt werden und der Zeitplan angesichts der Corona-Krise diskutiert werden. Gesundheitstests vor einer Umsiedlung seien ohnehin Standard, hieß es aus der EU-Kommission. Derzeit werde noch darüber beraten, wie das Verfahren den Umständen angepasst werden könne.

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RND/dpa

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