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Mann schießt in Seattle auf Teilnehmer einer “Black Lives Matter”-Demo

  • Bei einer Demonstration in Seattle ist es am Sonntag zu einem bewaffneten Angriff auf Demonstranten gekommen.
  • Videos zeigen, wie ein Auto auf eine Menschenmenge zurast.
  • Als Demonstranten versuchen, den Fahrer zu stoppen, schießt der durch sein Autofenster auf einen von ihnen.
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Seattle. Bei einer antirassistischen Demonstration im US-amerikanischen Seattle ist am Sonntagabend ein Demonstrant durch einen Schuss verletzt worden. Der Schütze hatte zuvor offenbar versucht, mit seinem Auto in eine Menschenmenge friedlicher Demonstranten zu fahren. Als mehrere Demonstranten versuchten, das Auto zu stoppen, schoss der Fahrer durch das Seitenfenster seines Autos auf einen Demonstranten. Sanitäter versorgten den Verletzten anschließend.

Mehrere Videos, die das Geschehen zeigen, wurden in den Sozialen Medien veröffentlicht. In einem offenbar aus dem Fenster eines Nachbarhauses gefilmten Video ist zunächst zu sehen, wie ein schwarzes Auto auf die Demonstranten zufährt und sogar noch beschleunigt. Ein Demonstrant wirft einen Gegenstand auf das Auto, offenbar um den Fahrer zu stoppen. Ein weiterer Mann rennt dem nun langsamer werdenden Auto hinterher, greift, als es zu stehen kommt, durch das geöffnete Seitenfenster. Daraufhin schießt der Fahrer auf ihn. Der Mann taumelt zurück, fällt schließlich zu Boden.

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Der Schütze steigt anschließend mit gezogener Waffe aus dem Auto aus, bewegt sich durch die Masse der Demonstranten in Richtung einer Polizeiabsperrung und lässt sich dort festnehmen, wie auf einem weiteren Video zu sehen ist. Die Zeitung “Seattle Times” berichtete, das 27-jährige Opfer sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden und befinde sich in einem stabilen Zustand.

Auslöser der anhaltenden Proteste in den USA ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd, der am 25. Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis getötet wurde. Ein weißer Polizist hatte mehrere Minuten lang auf dem Nacken des unbewaffneten und fixierten Mannes gekniet. Wegen seines Todes kam es landesweit und auch international zu Protesten gegen rassistische Polizeigewalt.

RND/feh

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