Sea-Watch rettet 211 Migranten aus Mittelmeer und wartet auf Hafen

Mehr als 90 Personen sitzen auf einem Schlauchboot. Das Boot mit den Flüchtlingen wurde von der "Sea-Watch 3" etwa 30 Seemeilen vor der Küste Libyens gefunden.

Mehr als 90 Personen sitzen auf einem Schlauchboot. Das Boot mit den Flüchtlingen wurde von der "Sea-Watch 3" etwa 30 Seemeilen vor der Küste Libyens gefunden.

Rom. Das Rettungsschiff “Sea-Watch 3” hat mittlerweile 211 Migranten aus dem Mittelmeer aufgenommen. Sie seien zwischen Mittwoch und Freitag von drei verschiedenen Booten gerettet worden, erklärte die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch.

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In der Nacht sei das letzte Schiff entdeckt worden, in das bereits Wasser eingedrungen sei. Die Menschen bräuchten nun einen sicheren Hafen. Die “Sea-Watch 3” befand sich am Freitag zwischen Malta und der italienischen Insel Lampedusa.

Trotz Pandemie machen sich Migranten von Libyen auf den Weg nach Europa

Italien und Malta hatten sich in der Corona-Pandemie zu nicht sicheren Häfen erklärt. Zuletzt waren Rettungsschiffe mit Migranten erst nach längeren Verhandlungen und nach einer Corona-Quarantäne auf Schiffen an Land gelassen worden.

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Kapitänin Rackete: Meine Festnahme hat anderen geholfen

Carola Rackete, die Kapitänin der „Sea-Watch 3“, hat am 18. Juli ihren nächsten Anhörungstermin, sieht das Ganze jedoch gelassen.

Trotz Pandemie brechen Migranten von Libyen in Richtung Europa auf. Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass die Menschen auch mit Hilfe der EU zurück ins Bürgerkriegsland Libyen gebracht werden, wo ihnen schwerste Misshandlungen drohen.

Ende Juni vor einem Jahr war die “Sea-Watch 3” mit der Kapitänin Carola Rackete ohne Erlaubnis mit Dutzenden Migranten an Bord in den Hafen von Lampedusa gefahren. Der Streit mit dem damaligen rechten Innenminister Matteo Salvini machte international Schlagzeilen.

RND/dpa

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