„Sea-Watch 3“ rettet fast 100 Menschen aus Seenot

  • In zwei Aktionen hat die Crew der „Sea-Watch 3“ fast 100 Menschen aus Seenot gerettet.
  • Darunter seien drei Kleinkinder und weitere Minderjährige gewesen.
  • Auch die spanische Organisation Open Arms gab am Donnerstag an, mehr als 150 Menschen im zentralen Mittelmeer gerettet zu haben.
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Die freiwilligen Helfer der privaten Organisation Sea-Watch haben am Freitag in zwei Rettungsaktionen fast 100 Bootsmigranten aus Seenot gerettet. In der Nacht zu Freitag habe die Crew der „Sea-Watch 3“ etwas mehr als 30 Menschen, darunter drei Kleinkinder und mehrere Minderjährige, an Bord genommen, teilten die in Berlin ansässigen Seenotretter am Freitag mit.

Am Morgen griffen Mitarbeiter die Organisation mehr als 60 Menschen bei einem zweiten Einsatz auf. „Viele Menschen sind verletzt, einige haben schwere Treibstoffverbrennungen“, schrieb Sea-Watch auf Twitter.

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Am Donnerstag meldete auch die spanische Organisation Open Arms, mehr als 150 Menschen im zentralen Mittelmeer gerettet zu haben. Die Crew der Segeljacht „Astral“ habe die Menschen in fünf Einsätzen vor der italienischen Insel Lampedusa in Sicherheit gebracht.

Mehr als tausend Schutzsuchende auf Lampedusa

Auf der Insel Lampedusa kamen am Donnerstag und in der Nacht zu Freitag laut Medienberichten wieder zahlreiche Migranten in Booten an. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge befanden sich mehr als tausend schutzsuchende Menschen auf der kleinen italienischen Mittelmeerinsel.

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Flüchtlinge und Migranten wagen immer wieder von den Küsten Libyens und Tunesiens aus die gefährliche Überfahrt in Richtung EU. Das italienische Innenministerium registrierte in diesem Jahr Stand Donnerstag bislang knapp 27 900 Migranten, die in Booten in Italien ankamen. Im selben Vorjahreszeitraum waren es rund 13 300.

In diesem Jahr starben bisher 930 Menschen im Mittelmeer

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Für viele wird die Überquerung im zentralen Mittelmeer zur Todesfalle. Die oft überfüllten Boote kentern. Immer wieder sterben deshalb Menschen. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration der Vereinten Nationen (UN) starben in diesem Jahr bisher rund 930 Migranten im zentralen Mittelmeer.

Kritiker der privaten Seenotrettung im Mittelmeer geben an, dass vor allem Schlepper davon profitierten. Aus ihrer Sicht ist ein Nebeneffekt der Einsätze, dass es mehr Bootsmigranten und mehr Tote auf dieser Route gibt.

RND/dpa

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