Sea-Eye: “Alan-Kurdi”-Crew bei Rettung von Libyern bedroht

  • Beim Versuch, Migranten aus dem Mittelmeer zu retten, ist die Besatzung der “Alan Kurdi” offenbar bedroht worden.
  • Auch auf die zu Rettenden seien Maschinenpistolen gerichtet worden.
  • Die Sache nahm aber zunächst ein gutes Ende.
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Rom. Die Besatzung des deutschen Rettungsschiffs "Alan Kurdi" ist im Mittelmeer bei der Rettung von Migranten nach eigenen Angaben von libyschen Streitkräften bedroht worden. Drei libysche Schiffe hätten die "Alan Kurdi" bedrängt, Maskierte hätten Warnschüsse in die Luft und ins Wasser abgegeben, sagte der Sprecher der Hilfsorganisation Sea-Eye, Gorden Isler, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Die Migranten seien mit Maschinenpistolen bedroht worden.

Ein Schlauchboot mit etwa 92 Menschen an Bord sei vor der libyschen Küste in Schwierigkeiten geraten. Einige Menschen seien aus Panik bereits ins Wasser gesprungen.

"Alan Kurdi": Akute Bedrohung ist vorbei

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Die "akute Bedrohungssituation" sei nun vorbei, die Libyer hätten abgedreht, sagte Isler später. Alle Migranten seien nun an Bord der "Alan Kurdi". "Für die Crew war das ein völliger Schock, so etwas haben wir noch nie erlebt."

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Die EU unterstützt die libysche Küstenwache darin, Migranten, die über das Mittelmeer nach Europa wollen, zurück in das Bürgerkriegsland zu bringen. Italien liefert zum Beispiel Boote an die Libyer. Die "Alan Kurdi" sei in der libyschen Such- und Rettungszone nicht in libyschen Territorialgewässern unterwegs gewesen, betonte Isler.

RND/dpa

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