Wegen Weiterbetrieb der Atomkraftwerke

Ministerium: Pläne für schwimmendes Ölkraftwerk vom Tisch

In der Nordsee soll es einem Bericht zufolge doch keine schwimmenden Ölkraftwerke geben (Symbolbild).

In der Nordsee soll es einem Bericht zufolge doch keine schwimmenden Ölkraftwerke geben (Symbolbild).

Hannover. Überlegungen aus dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWK), schwimmende Ölkraftwerke in der Nordsee Strom produzieren zu lassen, ist einem Medienbericht zufolge vom Tisch. Der Grund sei das Machtwort von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zum befristeten Weiterbetrieb des Atomkraftwerks bei Lingen im Emsland.

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Das erklärte ein Sprecher aus dem niedersächsischen Umweltministerium der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Die schwimmenden Ölkraftwerke hätten den Strom kompensieren sollen, den das Atomkraftwerks Emsland bei einer Abschaltung nicht mehr hätten produzieren können.

Aus dem BMWK hieß es laut „NOZ“: „Es ist richtig, dass die belgische Firma Exmar der Bundesregierung über die deutsche Botschaft in Belgien angeboten hatte, bis zu drei Kraftwerksschiffe in Deutschland zu installieren. Wir hatten hierzu den Austausch mit der Firma und der niedersächsischen Regierung aufgenommen. Mit der Entscheidung, dass alle drei verbliebenen Atomkraftwerke maximal bis zum 15. April 2023 im Streckbetrieb laufen können, ist das Angebot aktuell nicht mehr relevant.“

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„Von Anfang an skeptisch“

Umweltminister Olaf Lies sagte der „NOZ“, dass das Land bei der Idee, schwimmende Ölkraftwerke zu installieren, „von Anfang an skeptisch“ gewesen sei. Dennoch habe Niedersachsen mit der Prüfung begonnen. Mit Blick auf die neue Situation erklärte der SPD-Politiker: „Ich begrüße es, wenn wir diese Idee nun zu den Akten legen können.“

RND/dpa

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