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Schwesig: „Wir brauchen eine gleichmäßige Verteilung des Impfstoffs“

  • Das Saarland, Sachsen und Bayern haben aufgrund ihrer Nähe zu ausländischen Risikogebieten mehr Corona-Impfdosen erhalten als andere Bundesländer.
  • Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Hessen fordern vom Bund nun einen Ausgleich dafür.
  • „Eine Rechtfertigung für das Fortführen dieses Ungleichgewichtes gibt es zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr“, schreiben die Regierungschefs der drei Länder in einem gemeinsamen Brief.
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Berlin/Schwerin. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat ein Ende der ihrer Ansicht nach ungerechten Impfstoffverteilung in Deutschland gefordert. „Die zusätzlichen Impfdosen, die Länder wie das Saarland, Sachsen und Bayern hatten, sollten jetzt ausgeglichen werden. Wir brauchen eine gleichmäßige Verteilung des Impfstoffs. Dann können wir beim Impfen bei uns in Mecklenburg-Vorpommern noch schneller vorankommen“, sagte sie der „Ostsee-Zeitung“.

Gemeinsam mit ihren Amtskollegen Dietmar Woidke (SPD) aus Brandenburg und Volker Bouffier (CDU) aus Hessen schrieb sie deshalb einen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD).

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Aktuell gebe es starke Unterschiede: Einige Bundesländer erhielten 48,5 Impfdosen je 100 Einwohner, andere bis zu 56,8. „Eine Rechtfertigung für das Fortführen dieses Ungleichgewichtes gibt es zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr“, heißt es in dem Schreiben, das der „OZ“ vorliegt. „Wir möchten Sie daher bitten, dafür Sorge zu tragen, dass noch im Mai eine gleichmäßige Verteilung auf die Bundesländer entsprechend des Bevölkerungsanteils erfolgt und die Rückstände, die für einige Bundesländer bestehen, ausgeglichen werden.“

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Aus diesem Grund müsse der Bund künftig mehr Impfstoff liefern als bislang. „Es ist wichtig, dass deutschlandweit jede Bürgerin und jeder Bürger dieselbe Chance hat, zeitnah den Impfschutz zu erlangen“, betonte Schwesig.

RND/tdi

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