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Schwesig schließt Krebs-Therapie erfolgreich ab: “Ich bin wieder gesund”

  • Im September hatte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig eine Krebserkrankung öffentlich gemacht.
  • Nun ist sie wieder gesund.
  • “Es war bisher der schwerste Kampf in meinem Leben”, sagte Schwesig.
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Schwerin. Die Krebs-Therapie von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ist abgeschlossen. “Ich bin wieder gesund”, sagte Schwesig am Dienstag in Schwerin. Die 45-Jährige hatte ihre Brustkrebs-Erkrankung im September 2019 öffentlich gemacht.

Sie habe die Krebs-Therapie gut überstanden. Darüber sei sie froh und dankbar, auch wenn es keine Garantie gebe und ein Restrisiko bleibe. Deshalb werde sie weiter in medizinischer Behandlung und Kontrolle bleiben.

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Schwesig will eine Reha machen

"Es war bisher der schwerste Kampf in meinem Leben", sagte Schwesig, die ihr Amt trotz der Erkrankung weiterführte. Die letzten Monate seien nicht spurlos an ihr vorübergegangen. In den nächsten Wochen wolle sie deshalb eine Reha wahrnehmen, um neue Kraft zu schöpfen. Die Kabinettssitzung am Dienstag sollte Vize-Ministerpräsident und Innenminister Lorenz Caffier (CDU) leiten.

In der SPD ist die Freude über die Nachricht groß. „Das ist die mit Abstand schönste Nachricht heute“, twitterte der Bundesvorstand am Dienstag.

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Finanzminister Olaf Scholz (ebenfalls SPD) sprach auf Twitter von einer „wunderbaren Nachricht in diesen schwierigen Zeiten“.

Schwesig war von 2008 bis 2013 Sozialministerin in Mecklenburg-Vorpommern, ehe sie als Bundesfamilienministerin nach Berlin ging. Im Sommer 2017 kehrte sie zurück, um dem an Krebs erkrankten Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) im Amt nachzufolgen.

2019 war sie zudem gemeinsam mit Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, und dem früheren SPD-Politiker Thorsten Schäfer-Gümbel kommissarische SPD-Vorsitzende. Nach dem Rückzug der früheren SPD-Chefin Andrea Nahles hatten die drei interimsweise die Parteiführung übernommen.

Mit Bekanntwerden ihrer Erkrankung zog sich Schwesig aus dem Dreiergespann zurück. Kurze Zeit später, im Oktober, schied auch Schäfer-Gümbel aus und zog sich aus der Politik zurück. Bis zur Wahl der neuen SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans im Dezember übernahm Dreyer allein die kommissarische Führung. Schwesigs Erkrankung hatte parteiübergreifend für viel Mitgefühl gesorgt.

RND/dpa/cz

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