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Schwere Konfrontationen zwischen Juden und Arabern in israelischen Städten

  • In mehreren israelischen Städten ist es am Mittwochabend zwischen jüdischen und arabischen Israelis zu Konflikten gekommen.
  • Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.
  • Zum Teil wurden Menschen lebensgefährlich verletzt.
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Tel Aviv. Zwischen jüdischen und arabischen Israelis ist es am Mittwoch in mehreren israelischen Städten zu schweren Konfrontationen gekommen. Trotz einer Ausgangssperre flammten Unruhen in der Stadt Lod in der Nähe von Tel Aviv erneut auf. Nach Medienberichten wurde in der Stadt ein Polizeifahrzeug in Brand gesetzt.

In Akko im Norden des Landes wurde nach Angaben des israelischen Fernsehens ein jüdischer Einwohner von arabischen Demonstranten lebensgefährlich verletzt.

In Bat Jam südlich von Tel Aviv attackierten ultrarechte Juden nach Medienberichten arabische Geschäfte. Ein arabischer Einwohner wurde nach Fernsehberichten von einer jüdischen Menge brutal mit Knüppeln angegriffen.

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In Haifa bewarfen jüdische Demonstranten nach Angaben der „Times of Israel“ einen arabischen Autofahrer mit Steinen. Er habe daraufhin einen der Angreifer angefahren und verletzt. Auch in Tiberias wurde nach Polizeiangaben ein arabischer Fahrer von jüdischen Demonstranten mit Steinen angegriffen und verletzt.

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Die Gewalt zwischen Israel und den Palästinensern war zuletzt auch auf arabische Ortschaften im israelischen Kernland übergeschwappt. Das israelische Fernsehen berichtete, Regierungschef Benjamin Netanjahu wolle Soldaten in die Städte entsenden, um die Ruhe wiederherzustellen. Verteidigungsminister Benny Gantz habe dies jedoch abgelehnt.

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Am Dienstag hatten arabische Einwohner von Lod eine Synagoge sowie Dutzende Autos in Brand gesetzt und Schaufenster eingeworfen worden. Bürgermeister Jair Revivo sprach von einem „Bürgerkrieg“.

Die arabische Minderheit in Israel macht rund 20 Prozent der Bevölkerung von mehr als neun Millionen Menschen aus. Sie spricht häufig von Diskriminierung. Rechte Politiker stellen Araber in Israel oft als Feinde des jüdischen Staates dar. Städte wie Haifa und Akko galten aber bisher als gute Beispiele für ein friedliches Zusammenleben.

RND/dpa

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