Corona-Maßnahmen: Schweiz zieht die Daumenschrauben nur leicht an

  • Auch in der Schweiz sind die Corona-Infektionszahlen zuletzt deutlich gestiegen.
  • Die Regierung des Landes ergreift nun weitere Schutzmaßnahmen – aber die sind recht locker.
  • So bleiben viele Geschäfte offen, ebenso viele Hotels und Skigebiete.
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Bern. Trotz deutlich höherer Corona-Infektionszahlen als in Deutschland bleiben die Schutzmaßnahmen in der Schweiz relativ locker. Die Restaurants werden ab Samstag zwar auch in Kantonen mit Infektionszahlen unter dem landesweiten Durchschnitt ganz schließen müssen, wie die Regierung am Mittwoch mitteilte.

Sie verhängte aber keine Ausgehbeschränkungen, und vielerorts bleiben die Geschäfte offen. Treffen im Freundeskreis mit bis zu zehn Personen sind auch weiter erlaubt. Viele Skigebiete und Hotels sind geöffnet, und sie dürfen hauseigene Gäste in ihren Restaurants bedienen.

Dem Bundesamt für Gesundheit wurden bis Mittwochmorgen innerhalb von 24 Stunden 4808 Neuinfektionen in der Schweiz und Liechtenstein gemeldet. Das entsprach über 14 Tage knapp 522,8 Fällen pro 100.000 Einwohner. In Deutschland wird die Inzidenz über sieben Tage gemessen und lag bei 127,3.

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Die Schweizer Regierung hatte erst am 18. Dezember die Schließung von Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Museen, Kinos, Zoos und Kasinos beschlossen. Die Regierung schlägt vor, die Maßnahmen um fünf Wochen bis Ende Februar zu verlängern. Der Beschluss soll aber erst nächste Woche fallen.

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Was in Schulen und Skigebieten passiert, entscheiden die Kantone. Viele Skigebiete sind offen, darunter im Berner Oberland, im Wallis und in Graubünden. Sie begrenzen lediglich die Zahl der Gäste, die in Seilbahnen befördert werden dürfen.

„Eine Lockerung der Maßnahmen ist momentan nicht möglich“, sagte Gesundheitsminister Alain Berset. Auch Impfungen würden die Maßnahmen zunächst nicht überflüssig machen.

RND/dpa

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