Schweden hat Ausweisungen nach Afghanistan gestoppt

  • Schweden hat alle Ausweisungen nach Afghanistan vorerst gestoppt.
  • Wie die schwedische Migrationsbehörde mitteilte, habe sich die Sicherheitslage im Land innerhalb kurzer Zeit verändert.
  • In Afghanistan übernehmen derzeit die militant-islamistischen Taliban die Kontrolle über immer größere Teile des Landes.
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Stockholm. Schweden weist aufgrund des Wiedererstarkens der Taliban in Afghanistan bis auf Weiteres keine Menschen mehr in das Land aus. Wie lange dies gelte, sei noch nicht klar, sagte die schwedische Migrationsbehörde.

Wie das Amt am Freitag mitteilte, hat sich die ohnehin schwierige Sicherheitslage in Afghanistan innerhalb kurzer Zeit verändert, nachdem die militant-islamistischen Taliban die Kontrolle über große Teile des Landes übernommen haben.

Deshalb habe man sich zu einem sogenannten Vollstreckungsstopp entschlossen. Das bedeutet, dass keine Ausweisungen oder Abschiebungen nach Afghanistan vollzogen werden.

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Wie lange der Stopp gelte, lasse sich noch nicht sagen, erklärte die Behörde. Ausgangspunkt sei aber weiter, dass Menschen mit Ausweisungs- oder Abschiebebeschluss nach Afghanistan zurückkehrten sollten, wenn sich die Situation stabilisiert habe.

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Es geht demnach um rund 7000 Menschen, die in Schweden einen solchen Beschluss für Afghanistan erhalten haben. In der Praxis hat die Coronavirus-Pandemie solche Ausweisungen aber bereits seit längerem erschwert.

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Auch Finnland hatte zuletzt beschlossen, Abschiebungen und Ausweisungen nach Afghanistan nicht zu vollstrecken.

RND/dpa

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